K+S: Experte: Politik könnte feindliche Übernahme kaum verhindern

K+S: Experte: Politik könnte feindliche Übernahme kaum verhindern

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Das Logo des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S.

K+S droht die feindliche Übernahme durch den Konkurrenten Potash - und dagegen kann auch nicht viel unternommen werden. Rechtsexperten glauben, dass die deutsche Politik relativ machtlos ist.

Deutsche Politiker könnten eine feindliche Übernahme des Rohstoffkonzerns K+S durch den kanadischen Konkurrenten Potash nach Einschätzung eines Rechtsexperten schwerlich stoppen. „Die Politik hat kaum Möglichkeiten, eine Übernahme von K+S zu verhindern“, sagte der Wirtschaftsrechtler Hartmut Krause von der Kanzlei Allen & Overy am Mittwoch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Theoretisch könne das Wirtschaftsministerium eine Übernahme durch ein ausländisches Unternehmen zwar verbieten. Dafür müssten aber durch eine Übernahme Grundinteressen der Gesellschaft bedroht sein.

Bei Unternehmen mit Strom- oder Telekommunikationsnetzen könne das der Fall sein, sagt Krause. „Bei K+S sehe ich eine solche Bedrohung durch Potash im Moment nicht. Düngemittel und Streusalz werden im Zweifel auch bei anderen Anbietern erhältlich sein.“

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Verdacht illegaler Abfallentsorgung Durchsuchungen erschüttern K+S

In mehreren Bundesländern durchsuchen Ermittler Geschäftsräume des Kali-Konzerns K+S. Es geht um die Versenkung von Salzlauge in der Gerstunger Mulde. Die Ermittlungen dazu laufen bereits seit Jahren.

Vier Büros des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S wurden durchsucht. Quelle: dpa

Im Umgang mit einem möglichen Käufer machen die Kasseler aus Sicht von Krause vieles besser als andere Unternehmen vor ihnen. „K+S hat aus den Fehlern anderer Übernahmekandidaten gelernt. Sie fahren keine emotionale Verteidigungsstrategie, in der sie zum Beispiel auf ihre Unabhängigkeit pochen“, befindet der Experte. Emotionale Strategien kämen bei Aktionären meist nicht gut an.

K+S Potash bereitet offenbar feindliche Übernahme vor

Der kanadische Düngemittelkonzern Potash will den deutschen Konkurrenten K+S laut eines Zeitungsberichts im Zweifelsfall feindlich übernehmen. Die Hessische Landesregierung dementiert das.

Die Logos von Potash und K+S Quelle: dpa

Der Konzern hatte Anfang Juli Übernahmegespräche mit den Kanadiern abgelehnt, unter anderem weil die Potash-Offerte mit 41 Euro pro Aktie als zu niedrig erachtet wurde. Ende Juli war bekannt geworden, dass sich K+S im Kampf gegen eine Übernahme durch Potash auch an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gewandt hatte. „Es hat mehrere Gespräche gegeben“, hieß es damals laut „Handelsblatt“ seitens des Ministeriums.

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