K+S: Kasseler Unternehmen baut Gewinn kräftig aus

K+S: Kasseler Unternehmen baut Gewinn kräftig aus

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K+S baute seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich aus.

Starke Halbjahresbilanz für den Salt- und Düngemittelherstelle K+S: Das Unternehmen fuhr im ersten Halbjahr hohe Gewinne ein. Und bekräftigt gleichzeitig noch einmal die Ablehnung der Potash-Übernahmeavancen.

Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S geht gestärkt in den Abwehrkampf gegen den kanadischen Rivalen Potash. Im ersten Halbjahr baute das Kasseler Unternehmen dank höherer Preise und des starken Dollar seinen Gewinn kräftig aus. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand weiter mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg, obwohl wegen des Übernahmepokers mit Potash "nicht unerhebliche Kosten" entstehen könnten.

Die Avancen der Kanadier, die K+S für 41 Euro je Aktie übernehmen wollen, wies das Management erneut zurück. "Wir sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass dieser Preis nicht annähernd dem fundamentalen Wert von K+S entspricht", sagte Finanzchef Burkhard Lohr in einer Videobotschaft. Sollte Potash aber einen neuen Vorschlag machen, werde K+S diesen prüfen.

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Im ersten Halbjahr steigerte das Unternehmen seinen operativen Gewinn (Ebit I) um knapp 32 Prozent auf 496 Millionen Euro - mehr als Analysten erwartet hatten. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 317 Millionen zu Buche, ein Zuwachs von gut 42 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich binnen Jahresfrist um 16 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. "Wir hatten ein sehr starkes erstes Halbjahr", urteilte Lohr. K+S proftierte von gestiegenen Preisen für Auftausalz in Nordamerika. Der Gewinn im Salz-Geschäft, in dem K+S Weltmarktführer ist, stieg sprunghaft an.

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verdiente der Konzern im Halbjahr zwar mehr, von April bis Juni fiel der operative Gewinn jedoch fast um zehn Prozent. Im Vorjahresquartal war allerdings eine Versicherungsleistung aus dem Grubenunglück in Unterbreizbach enthalten.

Für das Gesamtjahr präzisierte Vorstandschef Norbert Steiner die Prognose. Er rechnet nun mit einem Umsatzanstieg auf 4,35 bis 4,55 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis zwischen 780 und 860 Millionen Euro. Bislang hatte er einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte K+S bei einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 641 Millionen Euro erzielt.

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