K+S: Potash bereitet offenbar feindliche Übernahme vor

K+S: Potash bereitet offenbar feindliche Übernahme vor

, aktualisiert 08. September 2015, 19:56 Uhr
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Potash will K+S im Zweifelsfall auch feindlich übernehmen.

Der kanadische Düngemittelkonzern Potash will den deutschen Konkurrenten K+S laut eines Zeitungsberichts im Zweifelsfall feindlich übernehmen. Die Hessische Landesregierung dementiert das.

Der kanadische Düngemittelriese Potash ist einem Zeitungsbericht zufolge auch zu einem feindlichen Übernahmeangebot für den Kasseler Rivalen K+S bereit. Einen entsprechenden Plan habe Potash vor Brokern in Kanada umrissen, berichtete das "Handelsblatt" am Dienstag vorab (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise in Montreal.

Ein Potash-Sprecher habe ein solches Vorgehen nicht ausgeschlossen. Auch die hessische Staatskanzlei sei über das Vorgehen der Kanadier informiert, berichtet die Zeitung. Dort habe es ein neuerliches Treffen auf höchster Ebene gegeben, bei dem es um weitreichende Standort- und Arbeitsplatzgarantien gegangen sei.

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Milliarden-Angebot von Potash Wie K+S die Übernahme verhindern will

Im Übernahmepoker mit dem kanadischen Konzern Potash hat K+S-Vorstandschef Norbert Steiner diverse Gegenmaßnahmen in petto. Dank einiger Finten im Aktienrecht könnte die mögliche Übernahme am Ende deutlich teurer werden.

Übernahmepoker um K+S Gruppe Quelle: dpa Picture-Alliance

Ein Potash-Sprecher in Kanada wollte sich dazu nicht äußern. Die Hessische Landesregierung hat mittlerweile zu dem Zeitungsbericht eine Stellungnahme abgegeben und dementiert, dass sie in Pläne von Potash über eine feindliche Übernahme des Düngemittelspezialisten K+S eingeweiht sei. Staatssekretär Michael Bußer bestätigte am Dienstag zwar, dass es zwei Treffen der Landesregierung mit Verantwortlichen von Potash gegeben habe.

Es sei dabei aber "ausdrücklich nicht" über eine feindliche Übernahme gesprochen worden. "Im Gegenteil: Potash hat seine konkreten Pläne in keinem Treffen offengelegt", betonte Bußer. "Die Landesregierung hat sich aus Sorge um Tausende Arbeitsplätze stets für die Eigenständigkeit von K+S eingesetzt."

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Der Bericht trieb die K+S-Aktie deutlich nach oben. Die Papiere gingen mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 36,11 Euro aus dem Handel und waren größter Dax-Gewinner. Damit sind sie jedoch noch ein gutes Stück von der avisierten Übernahmeofferte von 41 Euro je Aktie entfernt. K+S hat das informelle Angebot von Potash wiederholt als zu niedrig abgelehnt.

Vorstandschef Norbert Steiner fürchtet, dass die vorgeschlagene Übernahme Arbeitsplätze und Standorte gefährdet. Die Zusagen, die die Kanadier dazu gemacht haben, sind nach Einschätzung des Managements mit weitreichenden Einschränkungen verbunden und ihre Durchsetzbarkeit nicht gewährleistet. Die aktuelle Offerte, die K+S mit knapp acht Milliarden Euro bewertet, wollte Potash bislang nicht aufstocken.

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