K+S-Übernahmepoker: Politik sorgt sich um Umweltschutz

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Im Kali-Werk "Werra" der K+S AG fließen Abwasser über eine neue Rohrleitung von der Produktion in Neuhof bei Heringen in die Werra.

von Mark Fehr

Die hessische Landesregierung sieht den K+S-Interessenten Potash aus Kanada nicht als idealen Partner in Sachen Umweltschutz.

„Mit einem kanadischen Konzern würden solche Verhandlungen sicher deutlich erschwert“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir der WirtschaftsWoche. Das Land will die Umweltbelastung durch die Düngemittelproduktion kontinuierlich reduzieren und hat sich 2014 mit K+S auf einen umfangreichen Plan zum besseren Schutz der Werra vor Abwasser aus der Kaliproduktion geeinigt. Dafür soll das Unternehmen von 2018 bis 2021 insgesamt 400 Millionen Euro investieren, der Vertrag dazu wird aber erst Ende des Jahres unterschrieben.

Sollte Potash vorher K+S übernehmen, könnte eine neue Unternehmensführung den Plan noch einmal aufrollen. In Niedersachsen, wo das belastete Werra-Wasser in der Weser landet, warnt das Umweltministerium: „Die Verantwortung von K+S für den Gewässerschutz bleibt auch unter einem neuen Eigentümer bestehen.“

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