ThemaMaschinenbau

Kuka: Lang lebe der Roboter

von Anke Henrich

Der Augsburger Maschinenbauer Kuka profitierte auch 2013 vom globalen Trend zur Automatisierung. Nur an einer Stelle hapert’s.

Wie man Aufmerksamkeit bei potentiellen Kunden erzeugt, wissen die Augsburger: Soeben verpflichteten sie den deutschen Tischtennisspieler Timo Boll als Werbefigur für China. Der gilt dort als einer der beliebtesten deutschen Sportler und als überragend reaktionsschnell und präzise. All das, was auch ein Industrieroboter sein soll. Dank des weltweiten Trends zur roboterbasierten Automatisierung eröffnete das im Jahr 1898 gegründete Unternehmen im Dezember 2013 ein neues Werk in Shanghai mit einer Montagekapazität von 3000 Robotern pro Jahr.

Auch den Aktionären liefert der M-Dax-Börsenwert gute Neuigkeiten aus beiden Geschäftszweigen, Kuka Roboter und Kuka Systems, einem Anbieter für Dienstleistungen für industrielle Verarbeitung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 120,4 Millionen Euro.

Anzeige

Während in der Robotersparte höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für neue Mitarbeiter den Gewinn drückten, warf das Geschäft mit ganzen Produktionsstraßen deutlich mehr ab. Hier kam Kuka zupass, dass Arbeitsabläufe effizienter wurden, und der Fertigungsanteil in Billigländern stieg. Der Umsatz des Gesamtkonzerns erhöhte sich um zwei Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Die Rendite (Ebit-Marge) legte auf 6,8 Prozent zu.

weitere Artikel

Den Auftragseingang aber konnte der Konzern 2013 nicht steigern. Er lag mit 1,88 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Während die Hauptkundschaft aus der Autoindustrie weniger Produktionsroboter bestellte, orderten Abnehmer aus anderen Branchen mehr. Der Konzern will seit langem unabhängiger von den Fahrzeugherstellern werden, mit denen 70 Prozent der Erlöse erzielt werden.

Zu Kukas großen Kunden gehören Branchenschwergewichte wie Volkswagen oder Daimler. Im Windschatten von Autobauern, die die Absatzflaute in Europa in florierenden Märkten wie China und Amerika ausgleichen, umschiffte auch der Maschinenbauer weite Teile der Krise auf dem Heimatkontinent. Der Auftragsbestand legte zum Jahresende um neun Prozent zu, was Kuka und seinen 7990 Mitarbeitern nach eigenen Angaben für 2014 eine hohe Auslastung sichere.

(Mit Material von dpa)

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%