Lafarge-Holcim: Französische Behörden ermitteln gegen Zementkonzern

Lafarge-Holcim: Französische Behörden ermitteln gegen Zementkonzern

, aktualisiert 19. Januar 2017, 20:02 Uhr
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Zu dem Zusammenschluss mit Holcim hat sich Lafarge nie geäußert.

Quelle:Handelsblatt Online

Zwei Menschenrechtsorganisationen hatten 2016 eine Anzeige gegen Lafarge eingereicht. Der Vorwurf: Der Zementkonzern soll die Extremistenmiliz IS unterstützt haben. Jetzt ermitteln die Behörden.

ZürichDem Zementkonzern LafargeHolcim droht Ärger in Frankreich: Bereits im Oktober habe die dortige Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Geschäften der Vorgängerfirma Lafarge in Syrien aufgenommen, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Donnerstag zu Reuters. Sie gingen dabei dem Verdacht nach, der Konzern habe Zollbestimmungen verletzt. Ein Sprecher des Unternehmens, das 2015 aus der Fusion des französischen Lafarge-Konzerns mit dem Schweizer Rivalen Holcim entstanden ist, wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Im November hatte der Konzern Vorwürfe zurückgewiesen, in Syrien die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) finanziert zu haben. Zwei Menschenrechtsorganisationen hatten in Paris eine Anzeige gegen Lafarge eingereicht. Darin werfen sie dem Unternehmen vor, Vereinbarungen mit dem IS getroffen zu haben, um den Betrieb des Werks aufrechtzuerhalten. So soll Lafarge etwa für Passierscheine bezahlt haben.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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