Lafarge-Holcim: Zementriese überrascht mit Milliardenverlust

Lafarge-Holcim: Zementriese überrascht mit Milliardenverlust

, aktualisiert 17. März 2016, 09:26 Uhr
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Aufräumarbeiten in der Bilanz haben dem schweizerisch-französischen Weltmarktführer einen Verlust von 2,86 Milliarden Franken eingebrockt.

Quelle:Handelsblatt Online

Aufräumarbeiten in der Bilanz sorgen beim Zementriesen Lafarge-Holcim für einen Milliardenverlust. Der Weltmarktführer hat überraschend große Wertberichtigungen vorgenommen. 2016 soll es aber wieder runder laufen.

ZürichDas vierte Quartal des neu geschaffenen Zementriesen Lafarge-Holcim fällt tiefrot aus. Aufräumarbeiten in der Bilanz brockten dem schweizerisch-französischen Weltmarktführer einen Verlust von 2,86 Milliarden Franken ein, wie Lafarge-Holcim am Donnerstag mitteilte. Überraschende Wertberichtigungen und andere Sonderkosten schlugen mit drei Milliarden Franken zu Buche.

Auch das Tagesgeschäft schwächelt, weil der bisherige Wachstumsmotor der Schwellenländer ins Stottern geraten ist. Doch nun sieht der Konzern Licht am Ende des Tunnels. „Viele der wichtigsten fusionsbedingten Anpassungen haben wir mittlerweile abgeschlossen“, sagte Konzernchef Eric Olsen. „Unsere Organisation steht, und 2016 werden wir weitere Synergien ausschöpfen.“ Im laufenden Jahr werde Lafarge-Holcim wieder schwarze Zahlen schreiben.

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Beim Umsatz dürfte Lafarge-Holcim mit dem Wachstum des Gesamtmarktes von zwei bis vier Prozent allerdings höchstens Schritt halten, erklärte Olsen. Die Märkte China und Brasilien seien weiterhin schwierig. Rund 60 Prozent des Umsatzes, der 2015 29,5 Milliarden Franken betrug, erwirtschaftet der Konzern in den Schwellenländern. Das um Restrukturierungskosten bereinigte operative Ergebnis sank 2015 um 10,7 Prozent auf 5,8 Milliarden Franken. Bis 2018 peilt der Konzern eine Steigerung auf acht Milliarden Franken an.

Zugleich sollen die Schulden, die sich Ende 2015 auf 17,3 Milliarden Franken beliefen, gesenkt werden. Einen wichtigen Beitrag dazu sollen Bereichsverkäufe im Wert von 3,5 Milliarden Franken liefern. So will der Konzern die Geschäfte in Südkorea und Saudi-Arabien abstoßen. Um die Anleger bei der Stange zu halten, soll die Dividende in den kommenden Jahren schrittweise angehoben werden. Für 2015 will Lafarge-Holcim 1,50 Franken je Aktie ausschütten.

Die Aktionäre hatten zuletzt nicht viel zu lachen. Die Aktie verlor seit dem Zusammenschluss im Sommer vergangenen Jahres fast die Hälfte an Wert. Am Morgen lagen die Papiere im Schweizer Leitindex 1,2 Prozent im Plus. In deutlich besserer Form präsentiert sich zurzeit Heidelberg Cement. 2015 bezeichnete Vorstandschef Bernd Scheifele als das mit Abstand beste Jahr seit der Finanzkrise. Der Dax-Konzern steigerte den Nettogewinn im vergangenen Jahr dank des schwachen Euro, niedrigerer Energiepreise und Preiserhöhungen fast um zwei Drittel auf 800 Millionen Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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