LED und Lampen: Chinesen wollen Teile von Osram übernehmen

LED und Lampen: Chinesen wollen Teile von Osram übernehmen

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Glühbirne von Osram: Ein chinesisches Unternehmen interessiert sich für Teile des Lampengeschäfts.

Kaum ist die Abspaltung des traditionsreichen Lampen-Geschäfts von Osram angelaufen, da mehren sich die Verkaufsspekulationen. Nun hat das chinesisches Unternehmen Feilo Interesse bekundet.

Chinesische Investoren haben Interesse an Teilen des Geschäfts des Lichttechnik-Konzerns Osram bekundet. Das Unternehmen Feilo Acoustics informierte seine Anleger in einem Schreiben, das diese an der Börse von Shanghai veröffentlicht wurde, über das Kaufinteresse. Dabei verwies Feilo auf die Pläne des Münchner Traditionskonzerns, der bis zum kommenden Frühjahr sein Lampengeschäft ausgliedern will. Deshalb erwäge das Unternehmen, unter anderem Teile des traditionellen Lichtgeschäfts und der LED-Sparte zu kaufen.

Ein Osram-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. „Es ist kein Verkaufsprozess für das Lampengeschäft gestartet“, sagte er lediglich. Sollte sich das Interesse tatsächlich auf die vor der Ausgliederung stehende Sparte von Osram beziehen, so zeige dies, dass es ein gewisses Interesse gebe.

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Was das Sparprogramm „Push II“ bringen soll

  • Stellenabbau

    Im angekündigten Sparprogramm „Push II“ sollen weltweit 7.800 Stellen abgebaut werden, rund 1.700 entfallen auf die deutschen Werke. Im laufenden „Push“-Programm sollen bereits 8.700 Mitarbeiter weltweit entlassen werden, 1.450 davon in Deutschland. Nach den beiden Sparprogrammen wird Osram dann nur noch etwa 20.000 Mitarbeiter haben – statt derzeit rund 35.000.

  • Werksschließungen

    Zwischen 2015 und 2017 will Osram-Chef Dehen sieben Werke schließen. Bis Jahresende 2014 sollen bereits elf der über 40 Werke zugesperrt werden.

  • Laufzeit

    Wenn das Sparprogramm „Push“ Ende 2014 ausläuft, soll direkt die erste Phase von „Push II“ anlaufen. Das zweite Sparprogramm ist bis 2017 angesetzt.

  • Einsparpotenzial

    Die angepeilte Summe von „Push“ sind 1,2 Milliarden Euro. Bei „Push II“ will Osram-Chef Dehen rund 260 Millionen Euro einsparen.

Osram will das Geschäft mit Lampen – darunter Halogen- und Energiesparlampen, aber auch moderne LED-Lampen – in ein eigenständiges Tochterunternehmen ausgliedern. Zusammen kommen die Einheiten auf etwa 12.000 Beschäftigte und rund zwei Milliarden Umsatz, das sind knapp 40 Prozent der Gesamterlöse des Konzerns. Was aus der Tochter wird, gilt bisher als offen – infrage kommen neben einem Verkauf auch die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen oder eine Abspaltung über die Börse.

Billig-Konkurrenz setzt Lampen-Geschäft zu

Künftig bleiben bei Osram die Geschäfte mit LED-Halbleitern und Spezialbeleuchtung. Dazu gehört auch Lichttechnik für die Autoindustrie, bei der die Münchner führend sind. Zudem setzen sie auf Systemlösungen und intelligente Steuerung, etwa bei der Beleuchtung von Museen oder Kirchen. Das Geschäft mit Lampen hingegen ist angesichts immer kürzerer Innovationszyklen, Billig-Konkurrenz aus Asien und Preisverfalls seit längerem ein Problemfall.

Feilo erklärte, welche Konzernteile genau zur Debatte stehen und welcher Preis dafür gezahlt werden soll, stehe noch nicht fest. Man wolle Osram zunächst eine nicht bindende Absichtserklärung zukommen lassen.

Ex-Siemens-Töchter Osrams Vorbild heißt Infineon

LEDs sind die Zukunft am Lichtmarkt, doch Osram bereitet vor allem das zusammenbrechende Geschäft mit den traditionellen Leuchten große Sorgen. Es wäre nicht das erste Siemens-Spin-Off, das in Schieflage gerät.

Quelle: dpa

Der Osram-Aktie gaben die Spekulationen am Dienstag Auftrieb. Zeitweise ging es für die Papiere des Licht-Konzerns auf fast 51 Euro aufwärts. Am Nachmittag notierten die Aktien noch um ein Prozent im Plus bei zeitweise 49,77 Euro. „Obwohl kein Preis genannt wurde, ist die Meldung zunächst positiv zu werten“, sagte Experte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Es steige die Hoffnung, dass Osram die Sparte viel früher verkaufen könnte als zunächst erwartet.

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