Lego: Spielzeugriese steuert auf neuen Rekord zu

Lego: Spielzeugriese steuert auf neuen Rekord zu

, aktualisiert 02. September 2015, 15:31 Uhr
Bild vergrößern

Lego läuft mit seinen Bauklötzchen der Konkurrenz davon.

Mit kleinen bunten Plastiksteinchen scheffelt Spielzeugbauer Lego seit Jahren stets Rekordgewinne. Weil der Höhenflug bislang auch 2015 anhält, befürchten manche schon Lieferengpässe zu Weihnachten.

Spielzeugriese Lego hat im ersten Halbjahr sogar seinen Konkurrenten und "Barbie"-Hersteller Mattel abgehängt. Lego-Chef Jørgen Vig Knudstorp nannte das Ergebnis am Mittwoch „höchst zufriedenstellend“. Im ersten Halbjahr 2015 seien 300 verschiedene Lego-Sets auf dem Markt gewesen. Gute Verkaufszahlen bescherten den Dänen vor allem Klassiker wie Lego City, Creator oder Technic.

Auch die neue Fantasy-Reihe Lego Elves sei gut gestartet. „Mit dem Erscheinen des Star-Wars-Films Ende des Jahres erwarten wir, dass auch die Star-Wars-Linie in der Weihnachtszeit anzieht“, sagte Lego-Finanzchef John Goodwin der Deutschen Presse-Agentur.

Anzeige

Die Geschichte Legos

  • Die Gründung

    1932 gründete der dänische Tischlermeister Ole Kirk Christiansen Lego. Der Name setzte sich zusammen aus „leg godt“, was so viel heißt wie: „spiel gut“. Zu Anfang stellte das Unternehmen noch Holzspielzeug her.

  • Die ersten Plastiksteine

    Ein Legostein, der dem heutigen Modell schon sehr ähnelt, wurde 1949 eingeführt. Die Oberseite war mit Noppen besetzt – wie es bis heute noch ist. Allerdings war die Unterseite hohl. Daraus resultierte ein Mangel an Stabilität.

  • Stabilität für den Stein

    Geschaffen wurde die Stabilität, die Lego so beliebt macht, 1958. Statt des Hohlraums befanden sich an der Unterseite der Steine nun Röhren, die dafür sorgten, dass die Steine fortan sehr gut hielten.

  • Lego baut Modellfahrzeuge

    Von 1956 bis 1970 produzierte Lego Modellfahrzeuge nach realen Vorbildern. Insgesamt 16 Fahrzeuge gab es – diese konnten mit den bereits verkauften Klötzen kombiniert werden.

  • Das Lego-Männchen

    1974 wurden erstmals Lego-Figuren mit drehbaren Köpfen und Armen verkauft. Die Körper wurden damals noch aus herkömmlichen Steinen gebaut. Im selben Jahr kamen Figuren mit drehbaren Köpfen auf den Markt, die den heutigen Figuren sehr ähneln. Allerdings hatten sie noch keine bemalten Gesichter. Seit 1978 werden die sogenannten „Minifigs“ produziert – die heute bekannten Figuren.

  • Die Beinahe-Insolvenz

    2003 musste Lego große Verluste hinnehmen – rund 120 Millionen Euro verlor das Unternehmen und stand kurz vor der Insolvenz.

  • Die Wende

    Deswegen übernahm ab 2004 der damals 36-jährige Jørgen Vig Knudstorp die Geschäftsführung. Der frühere Mitarbeiter von McKinsey war der erste Lego-Chef, der nicht zur Gründungsfamilie gehörte. Indem er zurück zum Kerngeschäft kehrte, die Zahl der Teile drastisch reduzierte und Legos Kindermarke Duplo wieder einführte, brachte er den Konzern zurück auf Gewinnkurs.

  • Der Einstieg in die digitale Welt

    Unter Knudstorp schaffte Lego auch den Sprung in die digitale Welt. Warner Brothers produzierte für Lego den Film „Lego the Movie“, es gibt mittlerweile Online-Games, Computer-Spiele und Apps. Mit all diesen Mitteln wirbt Lego für sein Kerngeschäft – die Klötzchen.

Die dänische Presse hatte zuvor spekuliert, ob Lego angesichts des Umsatzwachstums mit der Produktion für die Feiertage hinterherkomme. „Die positive Entwicklung hat unser System ein bisschen strapaziert“, sagte Goodwin. „Aber wir tun unser Bestes, um sicherzustellen, dass alle Kinder und Eltern unsere Produkte bekommen können.“

Der wachsenden Nachfrage will der Spielzeug-Hersteller zudem mit einer neuen Fabrik in China gerecht werden. Die Anlage, in der mehr als 600 Mitarbeiter angestellt sein sollen, will Lego Ende des Jahres in Betrieb nehmen. Insgesamt arbeiten für die Lego-Gruppe über 15 000 Menschen. Etwa 100 von ihnen sollen längerfristig daran forschen, ob Lego-Steine in Zukunft aus nachhaltigeren Materialien als Plastik hergestellt werden könnten. Dafür will das Unternehmen ein Forschungszentrum in Dänemark bauen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verdiente das Unternehmen knapp 3,6 Milliarden dänische Kronen (rund 476 Millionen Euro) und steuert damit auf einen neuen Jahresrekord zu. 2014 hatten im ersten Halbjahr rund 2,7 Milliarden Kronen unter dem Strich gestanden. Auch beim Umsatz legten die Dänen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von knapp 11,5 auf 14,1 Milliarden Kronen (rund 1,9 Milliarden Euro) zu.

Weitere Artikel

Um im Kampf um die Kindergunst mit iPads und Co. mithalten zu können, bringen die Dänen im Herbst Lego Dimensions auf den Markt. Damit können Kinder erst aus Lego-Steinen ein Spielzeug bauen und es dann mit einem Lesegeräts in eine Computerspiel-Umgebung einscannen.

Dem Unternehmen gelang zudem ein PR-Coup: Der erste dänische Astronaut Andreas Mogensen nahm bei seinem Flug in einer russischen Sojus-Rakete 20 Lego-Figuren mit dem Logo der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) mit ins All. Die Figuren sollen nach ihrer Rückkehr als Preis bei einem Wettbewerb ausgehändigt werden.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%