Linde und Praxair: Gewerkschaften rufen zum Protest gegen die Fusion auf

Linde und Praxair: Gewerkschaften rufen zum Protest gegen die Fusion auf

, aktualisiert 25. April 2017, 15:45 Uhr
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Weltweit sind bei Linde 60.000 Mitarbeiter beschäftigt, die durch die Fusion mit dem US-Konzern Praxair um die Zukunft bangen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Gewerkschaften von Linde stemmen sich gegen die Fusion mit dem US-Unternehmen Praxair auf. Aus dem Zusammenschluss soll der größte Gasekonzern der Welt entstehen. Tausende Arbeitsplätze könnten gefährdet sein.

MünchenDie Gewerkschaften und der europäische Betriebsrat des Gasekonzerns Linde rufen die Beschäftigten zum Protest gegen die geplante Fusion mit dem US-Konzern Praxair auf. Mit einem Aktionstag an diesem Donnerstag an 29 Standorten sollen sie ihre Sorge um Arbeitsplätze und Mitbestimmung kundtun. Die größte Aktion ist vor der Linde-Zentrale in München geplant, wo der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler und Betriebsräte sprechen wollen.

Weltweit beschäftigt Linde knapp 60.000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es 8000. Linde-Aufsichtsratchef Wolfgang Reitzle und Vorstandschef Aldo Belloni wollen Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum größten Gasekonzern der Welt verschmelzen.

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Die Spitze des neuen Konzerns würde in den USA, die Holding in Dublin angesiedelt. Betriebsrat, IG Metall und IG BCE sind dagegen, denn „die Fusion würde Tausende Arbeitsplätze in Deutschland und Europa gefährden“. Außerdem würde die Mitbestimmung ausgehöhlt.

Reitzle und Belloni möchten den Fusionsvertrag dem Aufsichtsrat in den nächsten Wochen zur Entscheidung vorlegen. Eine bereits für den 3. Mai geplante Aufsichtsratssitzung wurde aber abgesagt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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