Luftfahrt: Bund zeichnet Milliardenplan für EADS-Einstieg

ThemaLuftfahrt

Luftfahrt: Bund zeichnet Milliardenplan für EADS-Einstieg

Bild vergrößern

Die Bundesregierung will laut Medienberichten so schnell wie möglich bei der Airbus-Mutter EADS einsteigen. Sie sei bereit, mehr als den Marktpreis für ein Aktienpaket zu bezahlen. Insgesamt wolle sich der Bund den Einstieg knapp drei Milliarden Euro kosten lassen. Das gehe aus einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, der dem Handelsblatt vorliege.

Nach der gescheiterten Fusion von EADS und BAE Systems macht die Bundesregierung Tempo. Sie will schnell bei der Airbus-Mutter EADS einsteigen. Und würde sich dies etwas kosten lassen.

Die Bundesregierung drückt auf dem Weg zu einem milliardenschweren Einstieg bei der Airbus-Mutter EADS aufs Tempo. Um sich ihren Anteil der Macht für annähernd drei Milliarden Euro über den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern zügig zu sichern, ist die Koalition offenbar sogar zu gewissen Zugeständnissen gegenüber dem Partner Frankreich bereit, wie aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums an den Haushaltsausschuss hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Fusion von EADS und BAE Europa sagt US-Rüstungsriesen den Kampf an

US-Konzerne dominieren das globale Rüstungsgeschäft. Noch. Mit dem geplanten Zusammenschluss der deutsch-französischen EADS und der britischen BAE würden sich die Gewichte verschieben - wenn die Fusion die Hürden nimmt.

BAE Systems gehört unter anderem zum Konsortium, das das Kampfflugzeug Eurofighter baut. Quelle: dpa

Deutschland strebe zwar ein Gleichgewicht mit dem französischen Staat in der Eigentümer-Struktur an und wolle deswegen den bestehenden Aktionärspakt aufschnüren, heißt es in dem Bericht. "Diese Balance soll auch zukünftig so weit wie möglich gewahrt bleiben." Gewisse Abweichungen der deutschen Mitwirkungsrechte im Vergleich zu den französischen seien aber unvermeidbar. Denn das für EADS geltende niederländische Übernahmerecht sieht vor, dass die KfW als neue deutsche Statthalterin auf Veto- und Nominierungsrechte im Eigentümerkreis verzichten muss.

Anzeige

Angesichts der Verkaufspläne des EADS-Mitaktionärs Daimler sieht sich Berlin zudem unter Zeitdruck. Die Stuttgarter wollen ein Anteilspaket bis zum Jahresende loswerden und erwägen auch einen Verkauf an private Interessenten. Es "droht die konkrete Gefahr, dass die Daimler AG ihre Anteile über den Markt verkauft", heißt es in dem Papier.

Die Bundesregierung will sich den Einstieg bei EADS einiges kosten lassen und veranschlagt den Kaufpreis für die Planung des Budgets auf 30 Euro je Aktie. Beim geplanten Erwerb von insgesamt rund 12 Prozent an EADS käme der Gesamtpreis für den Steuerzahler auf knapp drei Milliarden Euro. In den langen Machtpoker um EADS war durch die geplatzte Fusion des paneuropäischen Unternehmens mit der britischen BAE Systems Bewegung gekommen. Der 40 Milliarden Dollar schwere Zusammenschluss war an den widerstreitenden Machtinteressen der betroffenen Regierungen gescheitert.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%