Managergehälter: Familienunternehmen lehnen geplante Reform ab

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Brun-Hagen Hennerkes

von Bert Losse

Die Pläne der Bundesregierung, über die Höhe von Managergehältern die Hauptversammlung mitentscheiden zu lassen, stoßen bei Familienunternehmen auf heftigen Widerstand.

„Wer den Einfluss des Aufsichtsrats an dieser Stelle schmälert, ruiniert die Arbeitsteilung zwischen Kontrolleuren und Management“, schreibt Brun-Hagen Hennerkes, Gründer und Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Hennerkes: „Besser wäre es, die Rechte des Aufsichtsrats zu stärken und seine bestehende Haftung für eine unangemessene Vergütung tatsächlich durchzusetzen.“

Zudem sieht Hennerkes durch die geplante Änderung die Vertraulichkeit sensibler Firmendaten gefährdet: „Wer die jährlichen Zielvereinbarungen der Vorstände offenlegt, die sich an bisher geheim gehaltenen Unternehmensstrategien orientieren, der schafft gewaltige Risiken für das Unternehmen. Denn die Konkurrenz wird nicht weghören.“ Die Bundesregierung verkenne die Struktur deutscher Unternehmen. „Die Stimme des Volkes in Gestalt privater Einzelaktionäre erreicht bei uns nur einen Anteil von zwölf Prozent. Ihre Vertreter glänzen zudem durch häufige Abwesenheit in der Hauptversammlung“, kritisiert der Stiftungschef. Dennoch fürchtet Hennerkes diese Minderheit: „Aus diesem Kreis könnte sich die Hydra der räuberischen Aktionäre erheben. Ihnen wird mit der Neuregelung ein weites Feld möglicher Anfechtungsklagen eröffnet. Dann bestimmen am Ende die Gerichte und Gutachter, was Manager verdienen dürfen.“

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