Maschinen-Export: USA wollen „Made in Germany“

Maschinen-Export: USA wollen „Made in Germany“

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Allein in die USA wurden 2014 für eine Milliarde Euro mehr Maschinen „Made in Germany“ verkauft als im Vorjahr.

Quelle:Handelsblatt Online

Die US-Nachfrage kurbelt den deutschen Maschinen-Export an: Trotz derber Rückschläge in Russland verzeichnen deutsche Maschinenbauer mehr Bestellungen. Die größte Bedeutung hat nach wie vor der europäische Markt.

Der Export von Maschinen „Made in Germany“ ist im vergangenen Jahr trotz eines Nachfrageeinbruchs in Russland leicht gestiegen. Rückenwind verliehen die Märkte in Südostasien und den USA, deren Bestellungen um 8,1 und 7,2 Prozent zulegten, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte.

„Allein in die USA wurden 2014 für eine Milliarde Euro mehr Maschinen verkauft als im Vorjahr“, erklärte VDMA-Experte Ralph Wiechers. Insgesamt exportierte die mittelständisch geprägte Branche Maschinen im Wert von 152 Milliarden Euro und damit 2,5 Milliarden Euro oder 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Importe stiegen um 6,3 Prozent auf rund 59 Milliarden Euro.

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„Nach einer kleinen Pause im zweiten Quartal, als der Vorjahreswert sogar leicht verfehlt wurde, haben die Wachstumskräfte beim Export zuletzt wieder zugenommen, so dass das zweite Halbjahr mit einem Plus von 3,2 Prozent abschloss und das vierte Quartal gar mit einem Plus von 4,1 Prozent“, so Wiechers.

Produkte des Maschinenbaus

  • Lowtech-Maschinen

    Einfache Maschinen und Geräte für einen geringen Preis aus gegebenenfalls weniger hochwertigem Material; oftmals für einen breiten Markt.

    Quelle: Branchenbericht Maschinenbau 2014 der Commerzbank

  • Midtech-Maschinen

    Die Qualität und Funktionalität dieser Maschinen liegt zwischen High- und Lowtech-Bereich – gut genug, aber nicht auf dem neuesten Stand der Hightech-Maschinen.

  • Hightech-Maschinen

    Sehr effiziente und hochpreisige Maschinen und Anlagen mit neuester Technologie, oftmals stark an Kundenwünsche angepasst. Ein hoher Grad an Automation und Softwareeinsatz kennzeichnet diesen Typ.

  • Standardmaschinen

    Hersteller von – in größeren Serien hergestellten – Standardmaschinen sind einem höheren Wettbewerbsdruck ausgesetzt, wobei die Konkurrenz im Midtech- in den nächsten Jahren stärker sein wird als im Hightech-Bereich, unter anderem durch Markteintritt chinesischer Hersteller.

  • Spezialmaschinen

    Spezialmaschinenhersteller erfahren wenig Wettbewerb aus Niedriglohnländern. Bei der Abgrenzung von Spezialmaschinen wird als Stellvertreter für andere, schwer quantifizierbare Kriterien die Drittverwertbarkeit der hergestellten Maschinen betrachtet. Einfache Verwertung deutet auf Standardmaschinen, schwerliche Verwertbarkeit auf Spezialmaschinen hin.

  • Besonderheit deutscher Hersteller

    Standard- und Spezialmaschinen deutscher Hersteller sind überwiegend dem Hightech-Bereich zuzuordnen. Es wird erwartet, dass die Unternehmen künftig zusätzlich zu Hightech verstärkt Midtech-Produkte anbieten werden. Dabei können Spezialmaschinen sowohl Hightech- als auch Lowtech-Merkmale aufweisen.

Bei den Ausfuhren außerhalb der Euro-Zone kommt der Branche der niedrige Euro zugute. Größte Bedeutung für die deutschen Maschinenbauer habe aber unverändert die Europäische Union, deren Anteil am Export rund 43 Prozent ausmacht, betonte Wiechers.

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Die Ausfuhren in die Region legten um 7,3 Prozent zu. Größere Rückschläge erlitt der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Industriezweig mit seinen über eine Million Beschäftigten dagegen in Russland (minus 17 Prozent), Südamerika (minus 12,1 Prozent) und Indien (minus acht Prozent).

Die Maschinenbauer peilten 2014 ein Wachstum der Produktion um ein Prozent auf 199 Milliarden Euro an. Damit würden die Hersteller, zu denen neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Unternehmen wie ThyssenKrupp und Gea gehören, die Rekordmarke von 196 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 knacken.

Quellle:  Handelsblatt Online
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