Medienbericht: Siemens-Aufsichtsrat bereitet Löschers Ablösung vor

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Medienbericht: Siemens-Aufsichtsrat bereitet Löschers Ablösung vor

Was passiert mit Siemens-Chef Löscher? Laut „FAZ“ will die Aufsichtsratsspitze bereits am Wochenende einen Führungswechsel bei dem Elektrokonzern in die Wege leiten.

Das Ringen um die Zukunft des angeschlagenen Siemens-Chefs Peter Löscher geht weiter. Noch am Wochenende dürfte das Präsidium des Siemens-Aufsichtsrates unter Führung des Vorsitzenden Gerhard Cromme den Wechsel an der Konzernspitze vorbereiten, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstag) ohne Nennung von Quellen. Von Siemens war dazu am Samstag keine Stellungnahme zu erhalten.
Löscher war nach der zweiten Gewinnwarnung innerhalb von nicht einmal drei Monaten in den vergangenen Tagen massiv in Bedrängnis geraten. Noch am Freitag hatte er wissen lassen, dass er seinen Posten nicht kampflose aufgeben wolle. „Mir bläst jetzt der Wind ins Gesicht, aber es war noch nie meine Art aufzugeben oder schnell die Segel zu streichen“, der Manager der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). „Ich habe einen Vertrag bis 2017, und gerade jetzt ist der Kapitän bei Siemens mehr gefragt denn je.“

Dem Aufsichtsratspräsidium gehören auch der frühere Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, IG-Metall-Chef Berthold Huber sowie der Chef des Siemens-Gesamtbetriebsrates, Lothar Adler, an. Bereits am Vortag war bekanntgeworden, dass am Wochenende zudem getrennte Beratungen der Aufsichtsräte von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite laufen. Die nächste reguläre Sitzung des Kontrollgremiums steht am kommenden Mittwoch (31. August) an.
Im Fokus stehe nun die Frage, wer die Verantwortung für die Streichung des Gewinnziels für das kommende Jahr trage, hieß es in der „Börsen-Zeitung“ (Samstag). Siemens hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass die für 2014 angepeilte operative Marge von mindestens zwölf Prozent voraussichtlich nicht erreicht werde. Das Margenziel, also der Anteil vom Gewinn am Umsatz, war ein Herzstück des milliardenschweren Sparprogramms bei Siemens.
Die Hiobsbotschaft hatte die Siemens-Aktien auf steile Talfahrt geschickt. Nach Spekulationen um eine möglicherweise bevorstehende Ablösung Löschers ging es dann am Freitag für die Papiere wieder kräftig aufwärts.
Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser habe die Kontrolleure bereits vor Monaten vor Defiziten des Unternehmensprogramms gewarnt, hieß es in der „Börsen-Zeitung“ weiter: Ende April habe Kaeser darauf hingewiesen, dass das Programm keine Einmalkosten im Jahr 2014 vorsehe. Dies sei erfahrungsgemäß unrealistisch, weil gewöhnlich rund eine halbe Milliarde Euro an Einmaleffekten anfalle. Zudem habe Kaeser den geplanten sprunghaften Anstieg des Umsatzes als ambitioniert bezeichnet. Bei dem Unternehmen war auch dazu am Samstag keine Stellungnahme zu erhalten.

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Als mögliche Nachfolgekandidaten für den Österreicher, der den Elektrokonzern seit 2007 führt, ist neben Kaeser auch der Chef der wichtigen Siemens-Industriesektors, Siegfried Russwurm, im Gespräch.

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