Medikamente knapp: Apotheken klagen über Lieferprobleme der Pharmaindustrie

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Immer mehr Apotheken klagen darüber, verschriebene Medikamente wegen schleppender Lieferungen nicht rechtzeitig herausgeben zu können.

von Jürgen Salz

Immer mehr Apotheken klagen darüber, dass sie den Patienten verschriebene Medikamente mangels Lieferungen nicht mehr aushändigen können.

Zu dem Ergebnis kommt nach einem Bericht der WirtschaftsWoche der Offenbacher Apotheker Hans Rudolf Diefenbach, bis Ende 2014 stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes, nach einer Umfrage unter 137 Kollegen in mehreren Bundesländern.

Über die Hälfte der von Diefenbach befragten Apotheker berichtet von Lieferproblemen beim Antidepressivum Opipramol des Herstellers 1A und beim 25-Mikrogramm-Schilddrüsenpräparat L-Thyroxin von Hexal. Der Betablocker Metoprolol von Ratiopharm fehlte bei rund einem Drittel, auch Augensalben seien knapp. Ratiopharm äußerte sich gegenüber der WirtschaftsWoche nicht dazu, Hexal räumte Lieferprobleme ein.

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Der Präsident des Apothekerverbandes ABDA, Friedemann Schmidt, sieht die Ursache der Lieferprobleme auch darin, dass die Hersteller ihre Produktionsstätten zunehmend außerhalb Europas konzentrieren. „Eingeschränkte Kapazitäten und Kostendruck können vermehrt Qualitätsprobleme hervorrufen und somit auch Versorgungsschwierigkeiten auslösen“, sagte Schmidt der WirtschaftsWoche.

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