Mega-Deal geplatzt: Fusion zwischen EADS und BAE Systems gescheitert

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Mega-Deal geplatzt: Fusion zwischen EADS und BAE Systems gescheitert

Die geplante Mega-Fusion zwischen dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und dem britischen Rüstungskonzern BAE wird nicht kommen. Beide Unternehmen gaben jetzt das Scheitern der Verhandlungen bekannt.

Die Pläne würden nicht weiterverfolgt, teilten EADS und BAE am Mittwoch mit. Die Rüstungskonzerne werden keine Verlängerung für ihre Fusionsgespräche beantragen. Beide Unternehmen hätten an die industrielle Logik der Verbindung geglaubt, heißt es in der Pflichtmitteilung. Es sei aber deutlich geworden, dass die Interessen der beteiligten Parteien nicht in Einklang gebracht werden konnten.

„Es ist natürlich schade, dass wir keinen Erfolg hatten, aber ich bin froh, dass wir es versucht haben“, schrieb EADS-Chef Tom Enders in der Mitteilung. Er sei zuversichtlich, dass EADS seinen internationalen Wachstumskurs weiter fortsetzen werde. BAE-Chef Ian King schreib, er sei enttäuscht, dass die Fusion nicht komme. „Wir glauben, der Zusammenschluss wäre eine einzigartige Chance für BAE Systems und EADS gewesen, zwei Weltklasse-Unternehmen, die zusammen passen, zu vereinigen, um eine weltweit führende Gruppe für Luftfahrt, Verteidigung und Sicherheit zu schaffen“, so King.

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Quelle: dpa

Beide Konzernlenker hatten in den vergangenen Wochen intensiv für den Zusammenschluss der beiden Unternehmen geworben. EADS wollte sich Zutritt auf wichtige, bisher kaum erreichbare Rüstungsmärkte sichern.

Die Bundesregierung stellte sich nach dem Scheitern der Fusionspläne hinter EADS-Chef Enders. „Die Bundesregierung unterstützt die bereits heute vorhandene Zusammenarbeit beider Unternehmen und hat volles Vertrauen in die unternehmerische Führung von EADS“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit. Die Bundesregierung nehme die Entscheidung der Unternehmen zur Kenntnis.

Der deutsche Koordinator für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze (CDU) begrüßt das Scheitern: „Ich bin davon überzeugt, dass EADS seine Stärken am besten selbstständig auf dem Weltmarkt zur Geltung bringen kann“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Davon profitieren auch die deutschen EADS-Standorte und die mittelständischen Zulieferer. Die Technologienation Deutschland hat ein originäres Interesse daran, dass Forschung, Entwicklung und industrielle Produktion bei uns stark bleiben.“

Kurz nach Bekanntgabe legte die EADS-Aktie in Paris um knapp drei Prozent zu, während die BAE-Titel ein Prozent nachgaben.

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