Merck: Teile der Buchhaltung sollen ins Ausland

Merck: Teile der Buchhaltung sollen ins Ausland

, aktualisiert 07. August 2017, 15:44 Uhr
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Die Gewerkschaft IG BCE kündigte nach einer Betriebsversammlung Widerstand gegen das Ausgliedern der Buchhaltung an.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will große Teile seiner Buchhaltung bis Ende 2020 nach Polen und auf die Philippinen verlagern. Die Gewerkschaft IG BCE kündigt allerdings Widerstand an.

DarmstadtDer Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck verlagert große Teile von Buchhaltung und Rechnungswesen ins kostengünstigere Ausland. 135 Stellen würden bis Ende 2020 von Darmstadt nach Breslau in Polen und nach Manila auf den Philippinen verlegt, teilte der Dax-Konzern am Montag mit. Am Stammsitz soll eine Kerneinheit mit 25 Stellen verbleiben, die künftig vor allem strategische Aufgaben übernehme. Zuerst hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über die Pläne berichtet.

Die Gewerkschaft IG BCE kündigte nach einer Betriebsversammlung Widerstand gegen das Vorhaben an, das 2012 erfolgreich verhindert worden sei. Dieser „Schock“ reihe sich ein in eine Folge von Standortschließungen und Teilverlagerungen, von denen innerhalb weniger Wochen inzwischen 850 Mitarbeiter an sechs deutschen Merck-Standorten betroffen seien.

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„Wir werden auch dieses Mal nicht aufgeben, jede Maßnahme zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen“, kündigte der Leiter des IG-BCE-Bezirks Darmstadt, Jürgen Glaser, in einer Mitteilung an. Sollten Verlagerungen nicht verhindert werden können, müsse der Konzern den Betroffenen gleichwertige Arbeitsplätze in Darmstadt anbieten. Betriebsbedingte Kündigungen müssten verhindert werden.

Merck-Finanzchef Marcus Kuhnert versprach, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern für alle betroffenen Mitarbeiter nach sozialverträglichen Lösungen zu suchen. Der Dax-Konzern musste zuletzt trotz Umsatzzuwächsen einen Rückgang des operativen Gewinns verkraften. Im zweiten Quartal verdienten die Darmstädter vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) noch 1,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 421 Millionen Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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