Mexikos Öl-Gigant: Dutzende Tote bei Explosion in Zentrale von Pemex

Mexikos Öl-Gigant: Dutzende Tote bei Explosion in Zentrale von Pemex

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Rettungskräfte suchen in den Trümmern des Pemex-Gebäudes nach Überlebenden.

In der Zentrale des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Petróleos Mexicanos (Pemex) sind bei einer Explosion mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Die genaue Ursache der Explosion war zunächst unklar.

Im Schatten des Pemex-Wolkenkratzers in Mexiko-Stadt hat sich am Donnerstag eine blutige Tragödie ereignet: Bei einer Explosion am Firmensitz des staatlichen Ölkonzerns wurden nach Firmenangaben mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Innenminister Miguel Angel Osorio Chong ergänzte, dass die Zahl der Opfer noch steigen könne. Rettungskräfte suchten am Abend noch nach Dutzenden Verschütteten in den Trümmern.

Offizielle Details zur Ursache der Explosion, die sich in den unteren Etagen eines Verwaltungsgebäudes neben dem Pemex-Turm im Stadtzentrum ereignete, wurden zunächst nicht genannt. Die mit vollem Namen Petróleos Mexicanos heißende Firma hatte auf ihrer Twitterseite kurz vor der Detonation geschrieben, dass das Gebäude wegen eines Stromausfalls evakuiert worden sei. Später wurde nachgeschoben, die Evakuierung sei erst nach einer Explosion erfolgt, deren Gründe noch rätselhaft seien. Eine Mitarbeiterin erzählte indes, die Explosion sei offenbar durch den Defekt einer elektrischen Schaltanlage ausgelöst worden.

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Länderprofil Mexiko

  • Löhne

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  • Wachstum

    3,9 (BIP in Prozent)

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    306 Milliarden Dollar (2011)

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    328 Milliarden Dollar (2011)

  • Länderrisiko

    3 (gemäß OECD-Klassifizierung: geringstes Risiko = 0 Punkte, höchstes Risiko = 7 Punkte)

  • Wertung Absatz

    54 Prozent

Bilder vom Unglücksort zeigten zerborstene Scheiben und eine schwarze Rauchsäule, die den mehr als 50 Stockwerke hohen und schwer beschädigten Wolkenkratzer einnebelte. Auf Fernsehaufnahmen war kurz ein riesiger Feuerball zu sehen. Feuerwehrwagen und schwer bewaffnete Soldaten umringten das evakuierte Gebäude, in dem normalerweise Hunderte Angestellte arbeiten.

Wie viele Menschen von den Trümmern im schwer beschädigten Erdgeschoss eingeschlossen wurden, ist noch unklar. Ein Gewährsmann sprach von rund 30 Personen. Rettungskräfte bahnten sich ihren Weg durch Betonblöcke und bogen Stahlteile zur Seite, um an die Verschütteten heranzukommen. Die Höhle könne bei einem verfrühten Rettungsversuch aber jederzeit einstürzen, begründete ein Helfer das vorsichtige Vortasten.

"Plötzlich lagen überall Trümmer herum"

Präsident Enrique Peña Nieto, Innenminister Miguel Angel Osorio und der Bürgermeister von Mexiko-Stadt eilten zu dem in einem Arbeiterviertel gelegenen Unglücksort. "Ich bedauere zutiefst den Tod der Arbeiter von Pemex", schrieb Peña Nieto auf seiner Twitterseite. "Mein Mitgefühl gilt ihren Familien." Firmenchef Emilio Lozoya Austin brach seine Geschäftsreise durch Asien sofort ab und machte sich auf den Rückweg nach Mexiko.

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