
Nach monatelangem Ringen um eine feindliche Übernahme der US-Biotechfirma Human Genome Sciences kann der britische Pharmariese GlaxoSmithKline das Unternehmen nun offenbar einvernehmlich übernehmen. Human Genome habe sich im Grundsatz mit dem Kaufangebot zum Preis von rund 14 Dollar je Aktie in bar bereiterklärt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Montag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen. Die Einigung solle noch vor Eröffnung des Aktienhandels in den USA bekanntgegeben werden, hieß es weiter. Glaxo hatte zuvor 13 Dollar je Aktie geboten. Zum Börsenschluss in New York war der Anteilsschein von Human Genome mit 13,58 Dollar bewertet worden. Die Übernahme hat ein Volumen von mehr als 2,6 Milliarden Dollar.
Bild: PressebildPlatz zehn: Abilify
Das Schiziophrenie-Medikament wurde von dem japanischen Unternehmen Otsuka Pharamaceuticals entwickelt. Hergestellt und Vertrieben wird es von Bristol-Myers Squibb.
Bild: PressebildPlatz neun: Remicade
Remicade ist ein TNF-Alpha-Hemmer gegen Autoimmunerkrankungen und wurde vom US-Biotech-Unternehmen Centocor entwickelt

Platz acht: Enbrel
Das gentechnisch hergestellte Protein wirkt ebenfalls gegen Autoimmunerkranken wie Psoriasis und wurde vom US-Biotech-Unternehmen entwickelt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird es von Pfizer vertrieben.
Bild: PressebildPlatz sieben: Humira
Der monoklonale Antikörper von Abbott Laboratories ist ein sogenannter Tumornekrosefaktor-Hemmer (TNF-Alpha-Hemmer) und gegen verschiedene Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Schuppenflechte und Morbus Crohn im Einsatz. Ursprünglich hatte die BASF- Tochter Knoll die Substanz entwickelt. Doch im Jahr 2000 verkaufte BASF die gesamte Pharma-Sparte für 6,9 Milliarden Dollar an Abbott.
Bild: APPlatz sechs: Seroquel
Das Phsychopharmakon gegen Schizophrenie ist ein Bestseller aus dem Hause AstraZeneca. Allerdings ist das Patent im März dieses Jahres erloschen.
Bild: PressebildPlatz fünf: Nexium
Das Magenmittel von AstraZeneca liegt im Mittelfeld bei den Top-Ten-Präparaten.
Bild: ScreenshotPlatz vier: Crestor
Als Blutfettsenker aus der Gruppe der Statine macht AstraZenecas Medikament Crestor der Nummer Eins direkt Konkurrenz. Das Crestor-Patent läuft noch bis 2016.
Bild: REUTERSPlatz drei: Seretide/Viani
Platz drei kommt von GlaxoSmithKline und ist ein Kombinationspräparat gegen Asthma und die sogenannte chronisch obstruktive Bronchitis. Seretide/Viani sowie die anderen beiden Medikamente auf dem Siegertreppchen erzielten 2011 zusammen 3,6 Prozent des Arzneimittelweltmarkts von 854 Milliarden Dollar.
Bild: APPlatz zwei: Plavix
Die Nummer zwei auf der Histlilste ist Bristol-Myers Squibbs Blutgerinnungshemmer Plavix. Auch dieses Blockbuster-Medikament ist akut von billigen Nachahmermedikamenten und damit von drastischen Umsatzrückgängen bedroht. In den USA ist der Patentschutz im Mai erloschen. Während die Plavix-Umsätze 2011 noch um acht Prozent auf sieben Milliarden Dollar anstiegen, rechnet BMS fürs laufende Jahr nur mit einem Umsatz von 2,7 Milliarden Dollar.
Bild: dapdPlatz eins: Lipitor
Der Blutfettsenker von Pfizer ist das weltweit umsatzstärkste Medikament mit einem Vorjahresumsatz von 9,6 Milliarden Dollar. Doch seit im November vorigen Jahres das US-Patent für das Medikament aus der großen Gruppe der Statine aus lief, brachen dort die Umsätze im ersten Quartal um 71 Prozent auf 383 Millionen Dollar ein.
Platz zehn: Abilify
Das Schiziophrenie-Medikament wurde von dem japanischen Unternehmen Otsuka Pharamaceuticals entwickelt. Hergestellt und Vertrieben wird es von Bristol-Myers Squibb.
Human Genome stand zuletzt unter starkem Einigungsdruck durch die eigenen Aktionäre, nachdem sich mit Celgene ein weiterer Bieter nach Angaben aus Branchenkreisen auf Druck von Analysten und Investoren zurückgezogen hatte.
Der größte britische Pharmakonzern will sich mit dem Kauf von Human Genome den Zugriff auf eine Reihe vielversprechender Wirkstoffe in der Entwicklung sichern. Dazu gehören neue Medikamente gegen Herzerkrankungen und Diabetes. Beide Arzneimittelhersteller arbeiten schon lange zusammen. Unter anderen kooperieren sie bei dem neuen Medikament Benlysta zur Behandlung der Autoimmunerkrankung Lupus, dem Experten allein in den USA Spitzenumsätze in Milliardenhöhe zutrauen.
























