Mini-Risse am Airbus 380: Typische Nebenwirkung

KommentarMini-Risse am Airbus 380: Typische Nebenwirkung

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Ein Loch in der Tragfläche des Airbus A380 der australischen Airline Quantas. Im November 2010 war der voll besetzte Riesen-Airbus nach einem schweren Triebwerksschaden in der Luft in Singapur notgelandet.

von Rüdiger Kiani-Kreß

Die Mini-Risse an den Tragflächen des Airbus A380 sind kein Grund zu Zweifeln an der Sicherheit des Riesenjumbos.

Erst jahrelange Verzögerungen beim Bau, dann fast ein Absturz durch eine Triebwerksexplosion bei einem Qantasflieger Ende 2010 und jetzt jeden Tag neue Meldungen über kleine Risse an den Tragflächen nebst einer Reparaturanweisung der europäischen Luftfahrtaufsicht EASA: Auf den ersten Blick scheint der A380 ein echter Pannenflieger zu sein.

Doch das ist bei weitem übertrieben. Sicher, die Risse dürfen da nicht sein und werden deshalb auch schnellstens repariert. Doch Zweifel an der Sicherheit des Flugzeugs sind bei weitem übertrieben. Zum einen sind sie bisher nur bei einem Drittel der ausgelieferten Maschinen entdeckt worden. Bei den Flugzeugen der Lufthansa sogar gar nicht. Und wo es sie gibt werden sie schnell ausgebessert. Der erste reparierte A380 von Singapore Airlines ist sogar bereits wieder im Dienst.

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Technischer Grenzgang

Denn auch wenn es dramatisch klingt, wenn die EASA ein Flugzeugmodell in die Werft schickt, „solche Anweisungen sind praktisch Alltag und betreffen alle Flugzeugtypen“, sagen Experten wie der Hamburger Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt. In diesem Jahr gab es das bereits drei Dutzend Mal. Denn auch wenn Airbus-Fertigungschef zugibt, man sei beim Bau des A380 technisch an die Grenzen gegangen. Am Ende sind es bislang typische, ja eher unbedeutende Nebenwirkungen im ständigen Streben Flugzeuge leichter und sparsamer im Verbrauch zu machen.

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Denn trotz allem haben die Flugzeuge immer noch eine gewaltige Reserve, weil wichtige Systeme an Bord doppelt und oft sogar mehrfach vorhanden sind. Und wo das nicht geht, gibt es wie beim Flügel eine Festigkeitsreserve, denn diese Teile müssen beispielsweise das Anderthalbfache der im Alltag maximal auftretenden Belastungen wegstecken können.
Das heißt nicht, dass aus den Rissen nicht doch ein Problem für Airbus werden kann. Wenn sich die Risse häufen und gar größer werden oder gar andere Probleme mit der Hülle des Flugzeugs dazu kommen. Aber danach sieht es derzeit nicht aus, denn bislang ist die Einführung des Flugzeugs deutlich problemloser gelaufen als bei anderen Modellen.

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