Mode: Gerry Weber schrammt am Verlust vorbei

Mode: Gerry Weber schrammt am Verlust vorbei

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Herrenhemden des Modeherstellers Gerry Weber.

von Mario Brück

Für den Damenmodehändler aus dem westfälischen Halle kommt es weiterhin knüppeldick: Auch im dritten Quartal brechen die Gewinne ein und der Konzern schrammt nur haarscharf an den roten Zahlen vorbei.

Die Quittung für den dramatischen Kursabsturz nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen vor drei Monaten bekommt Gerry Weber kommende Woche: Die Deutsche Börse AG schickt den Damenbekleider nach dramatischen Kursstürzen mit Wirkung zum 21. September vom MDAX in den SDAX.

Dort, und das mag vielleicht das einzig Positive an diesem ansonsten verheerenden Jahr sein, kann Gerry Weber-Chef Ralf Weber deutlich ruhiger an den Baustellen im Konzern arbeiten. Und davon gibt es genügend.

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Die für Gerry Weber wichtigen Märkte in Russland und Osteuropa brechen zunehmend weg. Und auch im Kerngeschäft Deutschland verliert das Unternehmen Umsatz.

Übernahme Gerry Weber kauft Modekette Hallhuber

Der Textilkonzern Gerry Weber kauft den Einzelhändler Hallhuber. Der Zukauf solle bereits im laufenden Geschäftsjahr einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis und zum Ergebnis pro Aktie leisten.

Der Textilkonzern Gerry Weber erwartet einen deutlichen Anstieg des Umsatzes. Quelle: dpa/dpaweb

So kündigt der Sohn des Firmengründers nun eine bis zu zwei Jahre dauernde „Transformations- und Konsolidierungsphase“ an. Soll heißen: Kosten runter, unrentable Läden dicht machen und mehr Flächen bei den Handelspartnern selbst steuern. Und über allem steht die Rundumerneuerung, sprich die Verjüngung der Marke Gerry Weber, die gemeinsam mit den Kundinnen in die Jahre gekommen ist.

Ein richtiger Schritt könnte es daher gewesen sein, zu Beginn des Jahres die Marke Hallhuber zu übernehmen, die ein deutlich jüngeres Klientel anspricht. Derzeit präsentiert sich Hallhuber sogar in besserer Verfassung als die Kernmarke Gerry Weber. Auf vergleichbarer Fläche stagnierte der Umsatz von Hallhuber, während der von Gerry Weber und anderen Konzernmarken um mehr als vier Prozent sank.

Auch im dritten Quartal hat Gerry Weber die Markterwartungen herb enttäuscht. Höhere Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen sowie gestiegene Abschreibungen aus der Handels-Expansion und der Übernahme von Hallhuber ließen den Gewinn einbrechen.

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Das Ergebnis nach Steuern sank auf magere 300.000 Euro – nach gut 10 Millionen Euro im Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) stürzte von 16 Millionen auf knapp 2 Millionen Euro. Beide Kennzahlen lagen damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die 5,5 Millionen Euro beim Ergebnis nach Steuern und 9,5 Millionen Euro beim EBIT prognostiziert hatten. Der Umsatz stieg zwar auf 198 Millionen Euro, blieb aber ebenfalls deutlich unter den Markterwartungen von 218 Millionen Euro.

Dennoch bestätigte Gerry Weber die Prognose für das Gesamtjahr, wonach der Konzern ein hohes einstelliges Umsatzwachstum und eine Verminderung des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr von 20 bis 25 Prozent erwartet.

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