Monsanto-Übernahme: Katholisches Hilfswerk Misereor greift Bayer an

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Misereor-Chef Pirmin Spiegel kritisiert die Monsanto-Übernahme.

von Jürgen Salz

Das katholische Hilfswerk Misereor bezieht Stellung gegen Bayer-Chef Werner Baumann, der in der Übernahme des US-Konzerns Monsanto einen guten Deal für die Menschheit sieht.

„Ich bin anderer Meinung“, sagt Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel gegenüber der WirtschaftsWoche, „die zunehmende Marktkonzentration – neben Bayer und Monsanto schließen sich ja auch noch andere Konzerne zusammen – führt dazu, dass die Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien abhängiger vom Saatgut weniger Konzerne werden, die permanent die Preise erhöhen.“ Die eingesetzten Chemikalien gefährdeten die menschliche Gesundheit und schaden der Umwelt, so Spiegel. 

Statt auf Agrarkonzerne setzt der Misereor-Hauptgeschäftsführer lieber auf Kleinbauern in den Entwicklungsländern: „Sie können mit ihrem Wissen über lokale Gegebenheiten, Wetterkapriolen und heimische Pflanzen einen größeren Beitrag zur Lösung der Ernährungsprobleme leisten als Konzerne wie Bayer.“ 

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Um die Ernährungsprobleme der Menschheit zu lösen, fordert der Misereor-Chef von Unternehmen wie Bayer eine Änderung ihrer Strategie: „Die Konzerne müssten dazu ihr Geschäftsmodell ändern – weg vom produktorientierten Denken, hin zum problemorientierten Denken. Viel Hoffnung, dass sie ihr Geschäftsmodell ändern, habe ich allerdings nicht.“

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