Morton Salt: K+S erwägt Börsengang von US-Salztochter

Morton Salt: K+S erwägt Börsengang von US-Salztochter

, aktualisiert 14. Januar 2016, 10:53 Uhr
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Der Konzern denkt offenbar über den Börsengang seiner US-Tochter Morton Salt nach.

Quelle:Handelsblatt Online

K+S kämpft weiter um seine Unabhängigkeit. Nun erwägt der Konzern offenbar eine neue Verteidigungsstrategie. Dabei spielt der Börsengang einer US-Tochter laut einem Bericht die entscheidende Rolle.

FrankfurtDer Salz- und Düngemittelhersteller K+S spielt einem Zeitungsbericht zufolge mögliche Verteidigungsstrategien zur Sicherung seiner Unabhängigkeit durch. Dabei sei auch vorgeschlagen worden, die amerikanische Salztochter Morton Salt teilweise an die Börse zu bringen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Quellen.

Die Pläne seien aber wohl noch sehr vage und beschlossen sei bisher nichts. Sollte es so kommen, würde ein Börsengang noch geraume Zeit dauern. „Von einer Entscheidung ist das Unternehmen noch weit entfernt“, zitierte das Blatt einen Insider. Bei K+S war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Die Nordhessen hatten Morton Salt 2009 für rund 1,68 Milliarden Dollar von der Dow-Chemical-Tochter Rohm & Haas übernommen. Die in Chicago ansässige Morton Salt beschäftigt rund 3000 Mitarbeiter.

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K+S war im vergangenen Sommer ins Visier des kanadischen Düngemittelriesen Potash geraten. Der deutlich größere Rivale hatte seine Übernahmepläne für die Kasseler Anfang Oktober aber nach heftigem Widerstand von Management und Politik aufgegeben. Mit knapp 21 Euro notieren die Anteilsscheine von K+S derzeit weit entfernt von den 41 Euro je Aktie, die Potash zu zahlen bereit war. Das Management um Vorstandschef Norbert Steiner steht unter Druck. Es muss unter Beweis stellen, wie der Konzern aus eigener Kraft seinen Kurs deutlich steigern kann.

Steiner hatte die informelle Offerte von Potash wiederholt als zu niedrig zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass eine neue Mine, die K+S in diesem Jahr in Kanada in Betrieb nehmen will, im Aktienkurs noch nicht berücksichtigt sei. Auch das Salzgeschäft sei dabei nicht angemessen widergespiegelt. Mit einem Teil-Börsengang von Morton Salt könnte der weltgrößte Salzkonzern den Wert des Geschäfts transparenter machen. Zudem könnte er als „Giftpille“ dienen, da ein eine Übernahme komplizierter machen würde.

Quelle:  Handelsblatt Online
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