MTU: Starker Dollar treibt Gewinn und Rendite beim Triebwerkshersteller

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Ein Techniker arbeitet an einem Flugtriebwerk auf dem Firmengelände der MTU Maintenance in Hannover.

von Rüdiger Kiani-Kreß

Der Münchner Triebwerkshersteller MTU rechnet für die nächsten Jahre mit einem deutlichen Gewinnschub.

„Bis 2017 erwarten wir aufgrund unserer Investitionen nur eine moderate Margenentwicklung. Ab 2018 soll die Rendite deutlicher steigen“, sagte MTU-Chef Reiner Winkler im Interview mit der WirtschaftsWoche. Die Einnahmen im Dollarraum führten durch die starke Währung bereits jetzt zu deutlich gestiegenen Erlösen: „Deshalb erwarten wir 2015 ein operatives Ergebnis von 420 Millionen Euro, knapp zehn Prozent mehr als 2014.“ Derzeit liegt das Ergebnis vor Steuern und Zinsen bei 9,5 Prozent vom Umsatz.

MTU auf Rekordkurs Triebwerkshersteller hebt Dividende an

Das Geschäft floriert, die Dividende steigt: Dem Triebwerkhersteller MTU geht es bestens. Auch im laufenden Geschäftsjahr will der Vorstand den Konzern „auf Rekordkurs halten“, kündigte Vorstandschef Reiner Winkler an.

Der Triebwerkhersteller MTU ist auch im laufenden Geschäftsjahr auf Rekordkurs. Quelle: dpa

Die optimistische Prognose beruht nach Winklers Einschätzung auch auf dem anziehenden Geschäft mit dem Airbus-Militärtransporter A400M, für den MTU einen Teil der Triebwerke baut: „Beim A400M rechnen wir mit weiteren Exportaufträgen. Das Flugzeug hat wenig Konkurrenz. Aktuell warten potenzielle Kunden ab, wie sich der A400M im Alltag bewährt. Wenn er dabei überzeugt hat, folgen sicher die Aufträge“, unterstrich Winkler.

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Auch die derzeit günstigen Kerosinpreise änderten den optimistischen Ausblick nicht, sagte Winkler. Er trat Befürchtungen entgegen, wonach Airlines statt neuen spritsparenden Jets ihre alten abgeschriebenen Flugzeuge weiter einsetzen würden. „Wir erwarten keinen Rückgang bei den Auslieferungen. 60 Prozent der Aufträge in den Büchern sind kein Ersatz für alte Flugzeuge, sondern sollen gerade in Asien und Lateinamerika die wachsende Nachfrage bedienen. Keine Fluglinie storniert eine Bestellung, nur weil der Spritpreis ein paar Monate niedrig ist. Viele Experten erwarten, dass der Kerosinpreis wieder steigen wird.“

Der 53jährige Reiner Winkler ist seit Januar 2014 MTU-Chef. Bevor der Diplom-Kaufmann 2001 als Finanzchef zu dem Münchner Triebwerkshersteller kam, arbeitete er als Controller unter anderem bei Daimler und Siemens.

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