Multiple Sklerose: US-Behörde visiert Todesfall und Novartis-Medikament an

Multiple Sklerose: US-Behörde visiert Todesfall und Novartis-Medikament an

, aktualisiert 20. Dezember 2011, 22:51 Uhr
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Novartis setzt eigentlich große Hoffnungen in das MS-Medikament.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis untersucht den Tod eines MS-Patienten, der das Medikament Gilenya eingenommen hatte. Nun nimmt die US-Gesundheitsbehörde FDA den Fall ins Visier.

Bangalore Die US-Gesundheitsbehörde FDA untersucht einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya des Schweizer Pharmakonzerns Novartis. Es sei noch unklar, ob die Einnahme des Mittels zum Tod des Patienten geführt habe, erklärte die FDA am Dienstag.

Der Patient sei innerhalb von 24 Stunden nach der ersten Einnahme gestorben. Er habe auch zwei weitere Medikamente erhalten und zudem nach der ersten Gilenya-Dosis zunächst eine sechsstündige Überwachung ohne Zwischenfälle überstanden. Die FDA warnte Patienten davor, das Medikament ohne Rücksprache mit einem Arzt abzusetzen, da Gilenya den Gesundheitszustand bei richtiger Einnahme deutlich verbessern könne.

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Novartis selbst untersucht eigenen Angaben zufolge ebenfalls den Tod eines 59-jährigen Multiple-Sklerose-Patienten, der nach Angaben des Basler Pharmakonzerns einen Tag nach der ersten Einnahme verstorben war. Nach Angaben des Konzerns von Anfang Dezember wurden zuvor rund 28.000 Patienten mit Gilenya behandelt, ohne dass es zu einem derartigen Vorfall gekommen sei.

Damals gab des Basler Pharmakonzern bekannt, der Mann, habe seit zehn Jahren an der Nervenkrankheit gelitten. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist die genaue Todesursache noch nicht festgestellt worden. Ein Zusammenhang mit Gilenya kann weder bestätigt noch ausgeschlossen werden,“ hatte ein Novartis-Sprecher mitgeteilt.

Novartis setzt große Hoffnungen in das Medikament. Laut dem US-Broker Bernstein dürften die Gilenya-Umsätze von derzeit 385 Millionen Dollar im Jahr bis zum Jahr 2015 auf rund 1,4 Milliarden Dollar steigen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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