
Platz 15 - A330-200F - 62 verkaufte Flugzeuge
Das am wenigsten verkaufte Flugzeug von Airbus ist die Frachtversion der A330-200. Am 5. November 2009 erfolgte der Erstflug vom Flughafen Toulouse-Blagnac aus. Der neue Frachter hat eine etwas höhere Nutzlast als das bisherige A300-Frachtmodell sowie eine größere Reichweite. Bei den Passagierversionen der A330 ist der Kabinenboden beim Aufenthalt am Boden leicht abschüssig, da das Bugfahrwerk etwas kürzer als das Hauptfahrwerk ist. In der Frachtversion ist das Fahrwerk leicht versetzt, damit der Boden eben ist. Anders als in der Passagierversion wurde die Technologie der A380 verbaut. Im Juli 2010 wurde der erste Airbus A330-200F im Rahmen der Farnborough International Airshow an Etihad Crystal Cargo ausgeliefert.

Platz 14 - A350-1000 - 69 verkaufte Flugzeuge
Mit der größten Version des A350 wollte Airbus eigentlich der Boeing 777-300ER Konkurrenz machen, doch ist mittlerweile eines der Sorgenkinder des Airbus-Konzerns. Nachdem Airbus radikale Veränderungen vorgenommen hatte, kam es zu Problemen in der Entwicklung. Im Januar zog Etihad Airways die Bestellung von sechs Airbus A350-1000 zurück. Airbus überarbeitet derzeit die Konstruktion des Modells: Neben einem breiteren Rumpfquerschnitt, aus Verbundwerkstoffen gefertigten Flügel, sollen auch stärkere Triebwerke von Rolls-Royce verbaut werden und dadurch 20 Prozent weniger verbrauchen.

Platz 13 - A318-100 - 80 verkaufte Flugzeuge
Die A318-100 fasst in der normalen Ausstattung rund 107 Passagiere und ist die kleinste Version des A320. Kurz nach dem Erstflug am 15. Januar 2002 sorgten Probleme mit den Triebwerken für Negativschlagzeilen, einige Bestellungen wurden storniert. Daraufhin wurde die Technik überarbeitet. Ein Airbus A318 kostet etwa 44,9 Millionen US-Dollar, die Entwicklungkosten beliefen sich auf rund 300 Millionen US-Dollar. Da leichtere Konkurrenz insbesondere von Embraer deutlich wirtschaftlicher ist, fallen die Verkaufszahlen des kleinen Airbus-Jets relativ gering aus. Der sogenannte „Baby-Bus“ wird von Air France, British Airways und LAN Airlines eingesetzt.

Platz 12 - A350-800 - 118 verkaufte Flugzeuge
Die A350 ist eigentlich nur eine Weiterentwicklung A330. Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough im Jahr 2006 kündigten der damalige Airbus-Chef Christian Streiff und Airbus-Verkaufsmanager John Leahy an, den bisherigen A350-Entwurf zu verwerfen und statt dessen ein vollständig neues Flugzeug mit der Bezeichnung A350 XWB zu entwickeln. In ihrer kleinsten Variante wird die A350 allerdings nur wenig nachgefragt. Zu den größten Nachfragern gehören Qatar Airways und US Airways.

Platz 11 - A340-500 - 131 verkaufte Flugzeuge
Die Ultralangstreckenversion des A340 wird unter anderem auf dem längsten Linienflug der Welt eingesetzt. Singapore Airlines fliegt die 16.668 Kilometer zwischen Singapur und New York in in 18 Stunden und 18 Minuten. Damit das Flugzeug genug Treibstoff für diese Reichweite hat, ist im Rumpf ein zusätzlicher Tank eingebaut. Bester Abnehmer der Modells ist Emirates. Der Listenpreis beträgt rund 250 Millionen Dollar.

Platz 10 - A340-200 - 246 verkaufte Flugzeuge
Die A340-200 rund fünf Meter kürzer als die Grundversion und wird vor allem auf Langstrecken eingesetzt. Entwickelt wurde das Modell ab 1987, im Jahr 1993 nahm die erste Maschine bei der Lufthansa ihren Dienst auf. Bis heute gehört die deutsche Airline zu den wichtigsten Nachfragern des A340-200. Durch sein leichtes Gewicht hat der Flieger eine Reichweite von durchschnittlich 14.000 Kilometern. 1994 stellte eine Maschine sogar einen Reichweitenrekord für vierstrahlige Passagiermaschinen auf und flog bei einem Testflug von Paris nach Auckland 19.000 Kilometer weit. Doch wegen der hohen Betriebskosten ist die Nachfrage gering.
Platz 9 - A380 - 253 verkaufte Flugzeuge
Das größte Modell der zivilen Luftfahrt machte zuletzt immer wieder mit Haarrissen in den Tragflächen negative Schlagzeilen. Auch in der Entwicklungsphase musste Airbus immer wieder Rückschläge hinnehmen. Mittlerweile verkauft sich der Riesenflieger besser. Allein die arabische Airline Emirates hat 90 Maschinen geordert. Der Listenpreis liegt derzeit bei 390 Millionen Dollar pro Maschine, allerdings können die meisten Fluggesellschaften mit deutlichen Rabatten rechnen.
Bild: dapdPlatz 8 - A310 - 255 verkaufte Flugzeuge
Die zweistrahlige Maschine wurde nur bis 2007 verkauft. Als Weiterentwicklung der A300 ist sie besonders beliebt als Regierungsflugzeug. Neben deutschen Ministern fliegen auch Regierungsmitglieder aus Thailand, Frankreich, Kanada, Pakistan und Spanien mit der Airbus-Maschine. Als Frachtmaschine für FedEx fliegen derzeit 62 Maschinen dieses Typs, als Passagiermaschine war die A310 unter anderem bei Singapore Airlines und der Lufthansa im Einsatz.

Platz 7 - A350-900 - 368 verkaufte Flugzeuge
Der A350-900 soll in mehreren Varianten verkauft werden: Der A350-900R für Ultralangstrecken (in Konkurrenz zur Boeing 777-200LR) soll eine Reichweite von etwa 16.000 bis 19.100 Kilometern möglich machen. Die A350-900F als Frachter wird in Konkurrenz zur Boeing 777F angeboten. Damit soll Boeings Flieger doppelt Konkurrenz gemacht werden. Die größten Abnehmer dieses Modells sind Emirates (50), Qatar Airways (40) und Cathay Pacific Airways (30).

Platz 6 - A330-300 - 555 verkaufte Flugzeuge
Mittelfristig soll die Baureihe durch die A350 ersetzt werden. Doch bei den Kunden ist die zweistrahlige Maschine weiterhin gefragt. Rund 300 Passagiere können mit diesem Modell transportiert werden, der Listenpreis beträgt rund 212 Millionen Euro. Wichtigster Abnehmer ist die chinesischer Airline Cathay Pacific. 2007 gab Airbus auch bekannt, eine Frachtversion des Fliegers für die Frachtfluggesellschaften wie FedEx, DHL und UPS Airlines entwickeln zu wollen.
Platz 15 - A330-200F - 62 verkaufte Flugzeuge
Das am wenigsten verkaufte Flugzeug von Airbus ist die Frachtversion der A330-200. Am 5. November 2009 erfolgte der Erstflug vom Flughafen Toulouse-Blagnac aus. Der neue Frachter hat eine etwas höhere Nutzlast als das bisherige A300-Frachtmodell sowie eine größere Reichweite. Bei den Passagierversionen der A330 ist der Kabinenboden beim Aufenthalt am Boden leicht abschüssig, da das Bugfahrwerk etwas kürzer als das Hauptfahrwerk ist. In der Frachtversion ist das Fahrwerk leicht versetzt, damit der Boden eben ist. Anders als in der Passagierversion wurde die Technologie der A380 verbaut. Im Juli 2010 wurde der erste Airbus A330-200F im Rahmen der Farnborough International Airshow an Etihad Crystal Cargo ausgeliefert.
Der Flugzeugbauer Airbus rückt bei seinem neuen Langstreckenjet A350 wegen des Debakels bei Boeings „Dreamliner“ von den umstrittenen Lithium-Ionen-Batterien ab. „Wir haben uns für Nickel-Cadmium-Akkus entschieden, damit wir unseren Lieferzeitplan einhalten können“, sagte eine Sprecherin der wichtigsten EADS-Tochter am Freitag.
Airbus halte seine eigentlich für die A350 vorgesehene Lithium-Ionen-Technik weiterhin für sicher und arbeite parallel an deren Marktreife. Allerdings sei unsicher, wie die künftigen Zulassungsregeln für diesen Akku-Typ in Verkehrsflugzeugen aussähen.
Boeing-Dreamliner müssen am Boden bleiben
Nach einem Brand der Batterie eines „Dreamliners“ und der Notlandung eines anderen müssen derzeit die 787-Langstreckenjets weltweit bei den Airlines am Boden bleiben, bis die Ursache der Probleme gefunden ist. Demnach darf das Flugzeug zu Testflügen wieder abheben, aber nur unter strengen Auflagen. Die Flüge dürften etwa nur in bestimmten Zonen über unbesiedeltem Gebiet stattfinden.
Den ersten Testflug hatte Boeings 787 „Dreamliner“ nun nach eine Überholung erfolgreich bestanden. Wie die Agentur Bloomberg berichtete, wurde das Verhalten der Batterien während des Fluges aufgezeichnet. Befund: „Ohne Zwischenfall“, wird ein Boeing-Sprecher zitiert. Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben.
Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich
Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich
Umsatz (in Millionen Euro):
Airbus: 33.103
Boeing: 27.931Gewinn (Ebit, in Millionen Euro):
Airbus: 584
Boeing: 2.699Beschäftigte:
Airbus: 55.000
Boeing: 80.000Angaben für 2011
Auftragsbestand
Flugzeuge:
Airbus: 4.437
Boeing: 3.371Wert (in Millionen Euro, Listenpreis):
Airbus: 495.513
Boeing: 226.487Angaben für 2011
Bestellungen und Auslieferungen
Bestellungen 2011:
Airbus: 1.419
Boeing: 805Bestellungen 2012 (Stand: 31. August):
Airbus: 384
Boeing: 666Auslieferungen 2011:
Airbus: 534
Boeing: 477
Airbus will mit seiner Entscheidung, andere Batterien einzusetzen, sicherstellen, dass sein jüngstes Modell A350 wie vorgesehen Mitte 2013 erstmals fliegen und die erste Maschine im zweiten Halbjahr 2014 ausgeliefert werden kann.
























