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Nach Boeing-Debakel: Airbus setzt beim A350 auf herkömmliche Batterien

Flugzeughersteller Airbus verzichtet nach den Pannen beim Boeing-Dreamliner auf den Einsatz von Lithium-Batterien beim A350. Stattdessen würden traditionelle Nickel-Cadmium Batterien eingesetzt, so ein Sprecher.

Platz 15 - A330-200F - 62 verkaufte Flugzeuge

Das am wenigsten verkaufte Flugzeug von Airbus ist die Frachtversion der A330-200. Am 5. November 2009 erfolgte der Erstflug vom Flughafen Toulouse-Blagnac aus. Der neue Frachter hat eine etwas höhere Nutzlast als das bisherige A300-Frachtmodell sowie eine größere Reichweite. Bei den Passagierversionen der A330 ist der Kabinenboden beim Aufenthalt am Boden leicht abschüssig, da das Bugfahrwerk etwas kürzer als das Hauptfahrwerk ist. In der Frachtversion ist das Fahrwerk leicht versetzt, damit der Boden eben ist. Anders als in der Passagierversion wurde die Technologie der A380 verbaut. Im Juli 2010 wurde der erste Airbus A330-200F im Rahmen der Farnborough International Airshow an Etihad Crystal Cargo ausgeliefert.

Der Flugzeugbauer Airbus rückt bei seinem neuen Langstreckenjet A350 wegen des Debakels bei Boeings „Dreamliner“ von den umstrittenen Lithium-Ionen-Batterien ab. „Wir haben uns für Nickel-Cadmium-Akkus entschieden, damit wir unseren Lieferzeitplan einhalten können“, sagte eine Sprecherin der wichtigsten EADS-Tochter am Freitag.

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Airbus halte seine eigentlich für die A350 vorgesehene Lithium-Ionen-Technik weiterhin für sicher und arbeite parallel an deren Marktreife. Allerdings sei unsicher, wie die künftigen Zulassungsregeln für diesen Akku-Typ in Verkehrsflugzeugen aussähen.

Boeing-Dreamliner müssen am Boden bleiben

Nach einem Brand der Batterie eines „Dreamliners“ und der Notlandung eines anderen müssen derzeit die 787-Langstreckenjets weltweit bei den Airlines am Boden bleiben, bis die Ursache der Probleme gefunden ist. Demnach darf das Flugzeug zu Testflügen wieder abheben, aber nur unter strengen Auflagen. Die Flüge dürften etwa nur in bestimmten Zonen über unbesiedeltem Gebiet stattfinden.

Den ersten Testflug hatte Boeings 787 „Dreamliner“ nun nach eine Überholung erfolgreich bestanden. Wie die Agentur Bloomberg berichtete, wurde das Verhalten der Batterien während des Fluges aufgezeichnet. Befund: „Ohne Zwischenfall“, wird ein Boeing-Sprecher zitiert. Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben.

Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

  • Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

    Umsatz (in Millionen Euro):

    Airbus: 33.103
    Boeing: 27.931

    Gewinn (Ebit, in Millionen Euro):

    Airbus: 584
    Boeing: 2.699

    Beschäftigte:

    Airbus: 55.000
    Boeing: 80.000

    Angaben für 2011

  • Auftragsbestand

    Flugzeuge:

    Airbus: 4.437
    Boeing: 3.371

    Wert (in Millionen Euro, Listenpreis):

    Airbus: 495.513
    Boeing: 226.487

    Angaben für 2011

  • Bestellungen und Auslieferungen

    Bestellungen 2011:

    Airbus: 1.419
    Boeing: 805

    Bestellungen 2012 (Stand: 31. August):

    Airbus: 384
    Boeing: 666

    Auslieferungen 2011:

    Airbus: 534
    Boeing: 477

Airbus will mit seiner Entscheidung, andere Batterien einzusetzen, sicherstellen, dass sein jüngstes Modell A350 wie vorgesehen Mitte 2013 erstmals fliegen und die erste Maschine im zweiten Halbjahr 2014 ausgeliefert werden kann.

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