Nach Brand in Ludwigshafen: BASF erklärt „Force Majeure“ für Aromastoffe

Nach Brand in Ludwigshafen: BASF erklärt „Force Majeure“ für Aromastoffe

, aktualisiert 02. November 2017, 13:02 Uhr
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Der Chemiekonzern wird für mehrere Wochen bestimmte Aromastoffe nicht liefern können.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Citral-Anlage im BASF-Werk in Ludwigshafen ist nach einem Brand außer Betrieb. Die Reparatur wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Der Konzern beruft sich nun auf höhere Gewalt – und entgeht so Haftungsansprüchen.

LudwigshafenNach einem Brand im Ludwigshafener BASF-Werk ist die Citral-Anlage dort außer Betrieb. Der Chemiekonzern erklärte deshalb gegenüber seinen Kunden am Mittwoch höhere Gewalt (Force Majeure), wie ein Firmensprecher am Donnerstag sagte. Betroffen seien davon bestimmte Aromastoffe auf der Basis von Citral und Isoprenol. Durch die Berufung auf „Force Majeure“ wird der Konzern ohne Haftung von seinen vertraglichen Pflichten vorübergehend befreit. BASF konnte vorerst keine Angaben dazu machen, wie lange die Anlage außer Betrieb sein wird, die Reparatur werde aber mehrere Woche dauern.

Citral wird als Duft- und Aromastoff verwendet, wird aber auch bei der Synthese von Vitamin A und E eingesetzt. Nach Einschätzung von Analyst Patrick Lambert von RaymondJames könnte auch die Produktion von Vitamin A und E bei BASF betroffen sein, abhängig davon, wie lange die Citral-Anlage außer Betrieb ist. Davon könnte dann der niederländische Vitamin-Hersteller DSM mit höheren Preisen profitieren.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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