Nach Kurzschlüssen: Dreamliner hebt mit neuer Batterie zum Testflug ab

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Nach Kurzschlüssen: Dreamliner hebt mit neuer Batterie zum Testflug ab

Mit einer neuen Batterie ist der Dreamliner zu einem ersten Testflug abgehoben. Die einzelnen Zellen der Batterie werden jetzt besser von einander abgeschottet, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu minimieren.

Nach der Zwangspause macht Boeing Fortschritte bei seinem Bemühen, den seit zwei Monaten am Boden stehenden Vorzeigejet „Dreamliner“ wieder in die Luft zu bekommen. Eine Maschine mit überarbeiteten Batterien absolvierte am Montag einen ersten Testflug. Das Flugzeug hob dabei vom Werksgelände in Everett nahe Seattle ab und war rund zwei Stunden in der Luft. „Laut der Crew hat alles nach Plan funktioniert“, sagte ein Firmensprecher dem „Wall Street Journal“. Boeing muss die veränderten Batterien von der US-Flugaufsicht FAA genehmigen lassen. Geht alles glatt, könnten die 50 bislang ausgelieferten „Dreamliner“ nach einem Umbau wieder starten; Boeing könnte dann auch mit der Auslieferung neuer Maschinen fortfahren. Die FAA hatte vor zwei Wochen grünes Licht für die Umbaupläne gegeben, mit denen Boeing die Batterieprobleme ein für allemal beheben will. Die einzelnen Zellen der Batterie werden dabei besser von einander abgeschottet, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu minimieren. Ein Edelstahl-Gehäuse soll zusätzliche Sicherheit geben.

Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

  • Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

    Umsatz (in Millionen Euro):

    Airbus: 33.103
    Boeing: 27.931

    Gewinn (Ebit, in Millionen Euro):

    Airbus: 584
    Boeing: 2.699

    Beschäftigte:

    Airbus: 55.000
    Boeing: 80.000

    Angaben für 2011

  • Auftragsbestand

    Flugzeuge:

    Airbus: 4.437
    Boeing: 3.371

    Wert (in Millionen Euro, Listenpreis):

    Airbus: 495.513
    Boeing: 226.487

    Angaben für 2011

  • Bestellungen und Auslieferungen

    Bestellungen 2011:

    Airbus: 1.419
    Boeing: 805

    Bestellungen 2012 (Stand: 31. August):

    Airbus: 384
    Boeing: 666

    Auslieferungen 2011:

    Airbus: 534
    Boeing: 477

Die sechsköpfige Besatzung habe unter anderem die elektrischen System und das Fahrwerk des "Dreamliners" geprüft, teilte ein Sprecher am Montag mit. Damit ist der Weg frei für einen zweiten Testflug, auf dem Daten für die US-Aufsichtsbehörde FAA gesammelt werden sollen. Sämtliche 787er erhielten im Januar Flugverbot, nachdem eine Batterie an Bord einer geparkten Maschine Feuer fing und eine weitere während des Flugs schmolz. Der laut Listenpreis gut 200 Millionen Dollar teure "Dreamliner" gilt als das aktuelle Vorzeige-Projekt von Boeing.

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