Nach Weckruf von Elon Musk: Airbus startet Pilotprojekt mit Uber

Nach Weckruf von Elon Musk: Airbus startet Pilotprojekt mit Uber

, aktualisiert 17. Januar 2016, 18:45 Uhr
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Elon Musk zwinge die Branche dazu, schneller und innovativer zu werden, sagt der Airbus-Chef. Dafür habe Enders sich vor einiger sogar bedankt.

Quelle:Handelsblatt Online

Elon Musk hat mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX die Branche aufgemischt. Airbus-Chef Tom Enders gesteht, den Milliardär zunächst nicht ernstgenommen zu haben. Das hat sich nun aber geändert.

MünchenPrivate Raumfahrt-Unternehmen wie SpaceX von US-Unternehmer Elon Musk sind aus Sicht von Airbus-Chef Tom Enders ein Weckruf für die etablierte Luft- und Raumfahrtindustrie. „Ehrlich gesagt, wir haben ihn nicht sehr ernst genommen“, sagte Enders am Sonntag auf der Internetkonferenz DLD in München. Das habe sich gründlich geändert. Inzwischen sei SpaceX ein ernstzunehmender Spieler auf dem Markt, der bislang vor allem von staatlich geschützten Konzernen beherrscht wurde.

Airbus baut mit seiner Raumfahrt-Tochter unter anderem die europäische Trägerrakete Ariane sowie verschiedene Satelliten. SpaceX versorgt mit einem eigenen Transportsystem die Internationale Raumstation (ISS).

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Die Industrie habe der neue Spieler auf dem Raumfahrtmarkt damit kräftig aufgemischt - und zwinge die Branche dazu, schneller und innovativer zu werden. Dafür habe er sich vor einiger Zeit bei Elon Musk sogar bedankt, sagte Enders. Als eine Reaktion will auch der Luft- und Raumfahrtkonzern etwas vom Gründergeist des Silicon Valley in die eigene komplexe Struktur holen. Der Venture-Capital-Fonds A3 soll für Airbus weltweit innovative Unternehmen rund um die Luft- und Raumfahrt finden und in sie investieren. Dafür ist der Fonds mit 150 Millionen Euro ausgestattet. Ein erstes Projekt steht bereits.

Airbus wagt sich dafür mit dem Fahrdienstvermittler Uber an die Vermietung von Hubschraubern. Über A3 planen Uber und Airbus ein Modellvorhaben für einen „Ruftaxidienst“ in der Luft in den USA, sagte Enders. Uber testen mit seinem Service „Chopper“ bereits in kleinem Rahmen ein ähnliches Produkt. Die Airbus-Tochter Airbus Helicopters verkaufte zuletzt unter 500 Hubschrauber im Jahr, Zahlen für 2015 gibt es noch nicht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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