Neue Ausschreibung für Schnellzug in Mexiko: Großauftrag an chinesische Firma zurückgezogen

Neue Ausschreibung für Schnellzug in Mexiko: Großauftrag an chinesische Firma zurückgezogen

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Die mexikanische Regierung hatte für den Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse zuerst die chinesische Firma China Railway Construction beauftragt, das Angebot dann aber zurückgezogen.

Siemens erhält eine neue Chance, sich für den Bau einer milliardenschweren Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke in Mexiko zu bewerben. Wegen Unklarheiten hatte Mexiko den Auftrag einer chinesischen Firma widerrufen.

Mexiko hat den Auftrag für den ersten Hochgeschwindigkeitszug Lateinamerikas an ein chinesisches Konsortium zurückgezogen. Wegen Unklarheiten im Ausschreibungsverfahren habe Präsident Enrique Peña Nieto den Auftrag widerrufen, teilte das Transportministerium in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) mit. Die Regierung will das Projekt nach Angaben vom Freitag Ende November für sechs Monate neu ausschreiben. Damit kommt die Regierung anderen Interessenten wie Siemens entgegen, die bei der ersten Ausschreibung aus Zeitmangel kein Angebot abgeben konnten. „Dieses für Mexiko so wichtige Projekt darf nicht fragwürdig sein und muss mit absoluter Klarheit umgesetzt werden“, sagte Verkehrsminister Gerardo Ruiz Esparza im Fernsehen.

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Siemens erhält nun also eine neue Chance für den Bau einer milliardenschweren Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke in Mexiko. "Hoffentlich wird die Teilnahme dieses Mal größer ausfallen", erklärte Transportminister Gerardo Ruiz Esparza. Ein Siemens-Vertreter hatte der Nachrichtenagentur Reuters jüngst erklärt, zusammen mit anderen Interessenten wie Bombardier und Alstom sei um mehr Zeit für die Vorbereitung eines Gebots gebeten worden. Dies habe das Verkehrsministerium jedoch abgelehnt.

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Die Regierung hatte das Projekt für die rund 210 Kilometer lange Verbindung von Mexiko-Stadt nach Queretaro am Montag an den einzigen Bieter vergeben, ein Konsortium um China Railway Construction. Dies hatte einen Aufschrei von Oppositionspolitikern nach sich gezogen, die der Regierung eine Bevorzugung der Chinesen vorwarfen. Für Präsident Enrique Pena Nieto ist die Neuausschreibung äußerst peinlich, weil er kommende Woche nach China reist, um dort Geschäftsbeziehungen auszubauen. Der Rückzieher Mexikos löste am Freitag sogar Kursverluste an der chinesischen Börse aus.

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Ursprünglich hatten 16 weitere Unternehmen Interesse an dem Auftrag signalisiert. Allerdings war die Ausschreibungsfrist so kurz, dass letztlich nur die Chinesen ihr Gebot einreichten. Mit der neuen Ausschreibung könnten nun auch Siemens, Bombardier und Alstom eine neue Chance auf den Auftrag erhalten. „Wir hoffen, dass das neue Verfahren in den kommenden Tagen oder Wochen beginnt und dass sich mehr Firmen beteiligen“, sagte Ruiz Esparza.

Der Schnellzug soll Mexiko-Stadt mit dem Industriestandort Querétaro verbinden und täglich rund 23 000 Passagiere transportieren. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern soll der Zug die durchschnittliche Fahrtdauer zwischen den beiden Städten von über zwei auf unter eine Stunde verringern.

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