Neue Geschäftsmodelle: Medizintechnik ist erkrankt

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Neue Geschäftsmodelle: Medizintechnik ist erkrankt

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Die Medizintechnikbranche krankt.

von Andreas Wildhagen

Eine früher hochprofitable High-Tech-Industrie leidet: Die Medizintechnik schwächelt unter anderem wegen des schrumpfenden Budgets des Gesundheitswesens.

Früher waren sie der Ausweis fortgeschrittener Technik: Die Hersteller von Medizintechnik wie Zahnarztstühlen, Computertomographen, Röntgengeräten und Ultraschallapparaturen zeigten, was sie konnten und erzielten dafür die entsprechenden Preise. Das hat sich geändert, wie der Ernst&Young-Report Medizintechnik feststellt, der heute in Stuttgart vorgestellt wurde.

Danach befindet sich die Medizintechnik-Branche „in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess“, stellt der Report fest. Sowohl in Europa als auch in den USA schrumpfen nämlich die Budgets für das Gesundheitswesen und staatliche Zulassungsbehörden legen die Latte immer höher. Es geht nicht nur um die Lieferung der Technik, sondern immer mehr auch um Dienstleistung rund um das medizinische Gerät.

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So arbeiten die Anbieter „an neuen Geschäftsmodellen“. Jedoch das Kapital für „die nötigen Innovationen, um die Umstellung zu bewältigen, wird zunehmend knapp“, stellt der Ernst&Young-Report fest. „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass sich die Branche derzeit an einem kritischen Punkt befindet“, sagt Siegfried Bialojan, Leiter des Ernst&Young-Life-Science-Kompetenzzentrums in Mannheim. Der Umsatz börsennotierter Medizintechnik-Unternehmen in den USA und in Europa betrug im Jahr 2012 insgesamt knapp 340 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von zwei Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Davor war das Wachstum von bis zu sechs Prozent noch deutlich stärker ausgefallen. Dazu kommt ein geradezu dramatischer Gewinneinbruch. Beispiel USA: Der Gewinn der börsennotierten US-Unternehmen sank von 13,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 auf 8,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012, ein Rückgang von 37 Prozent.

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Da ist es kein Wunder, dass auch die Budgets für Forschung und Entwicklung schrumpfen. Die Finanzierungsbedingungen werden dafür immer schwieriger, da viele Kapitalgeber verunsichert sind.

Die Branche glaubt, einen Ausweg gefunden zu haben: So sollen die Geräte leichter bedienbar werden und auch via Telemedizin zu Hause einsetzbar. So können die Patienten selber die Untersuchungen an sich vornehmen, was Krankenhauspersonal einsparen könnten. Der medizinische Laie, sprich der Patient, soll künftig bei sich selber kostensparend Hand anlegen.

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