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Nikon und Olympus: Schwere Zeiten für Kamerahersteller

Quelle: Handelsblatt Online

Ein starker Yen und die Flutkatastrophe in Thailand verhageln das Quartalsergebnis. Das trifft nach den japanischen Autobauern auch den Kamerahersteller Nikon. Der Konkurrent Olympus verschob sogar den Zwischenbericht.

Schwere Zeiten für japanische Kamerahersteller. Quelle: Reuters
Schwere Zeiten für japanische Kamerahersteller. Quelle: Reuters

TokioAuf japanische Kamerahersteller kommen schwere Zeiten zu. Wegen der Affäre um dubiose Zahlen verschob Olympus am Freitag die Bekanntgabe der Zahlen zum zweiten Quartal. Konkurrent Nikon senkte wegen des starken Yen und der Flutkatastrophe in Thailand seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2011/12.

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Üblicherweise müssen japanische Firmen den Zwischenbericht für die Monate Juli bis September bis Mitte November den Börsenregeln zufolge vorlegen. Olympus verschob die Bekanntgabe nun vom 8. November auf Mitte bis Ende des Monats. Die Entscheidung sei nicht auf die Entdeckung weiterer Probleme zurückzuführen, sagte ein Sprecher. Unter den gegebenen Umständen sei die Vorlage des Zwischenberichts aber nicht ratsam, fügte er hinzu. Bei dem Skandal geht es um dreistellige Millionenzahlungen, die bei der Übernahme des britischen Medizinausrüsters Gyrus im Jahr 2008 als Berater-Honorare geflossen waren. Olympus schaltete zuletzt eine externe
Prüfungskommission ein.

Bei Nikon machten dagegen die Überschwemmungen in Thailand die Hoffnungen auf Rekordergebnisse im laufenden Geschäftsjahr zunichte. Der Konzern kann die Produktion in seinem überfluteten Werk dort frühestens im Januar wieder aufnehmen, das reguläre Niveau wird somit erst im März erreicht werden können, gab Nikon am Freitag bekannt. Zudem belastet der hohe Yen die exportorientierte Firma. Nikon rechnet in dem im März 2012
endenden Geschäftsjahr nun nur noch mit einem operativen Ergebnis von umgerechnet rund 620 Millionen Euro - 22 Prozent weniger als zuletzt angepeilt.

Aber auch der US-Fotokonzern Eastman Kodak schlug Alarm. Das Unternehmen kündigte am Donnerstag an, entweder Patente verkaufen oder neue Schulden aufnehmen zu müssen, um die nächsten zwölf Monate zu überleben.

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