Nivea-Konzern: Beiersdorf erhöht Jahresprognose

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Nivea-Konzern: Beiersdorf erhöht Jahresprognose

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Beiersdorf-Chef Heidenreich hat den Umsatzausblick für das Geschäftsjahr angehoben. In den ersten neun Monaten stieg der organische Umsatz um 7,3 Prozent auf 4,67 Milliarden Euro. Bis Jahresende soll der Umsatz um sechs bis sieben Prozent zulegen.

von Mario Brück

Stefan Heidenreich, Chef des Nivea-Konzern Beiersdorf, hat gut Lachen. Der Konzern meldet für das dritte Quartal einen kräftigen Umsatzanstieg und erhöht nun sogar die Prognose für das Gesamtjahr.

Stefan Heidenreich hatte Beistand von ganz oben: Das Wetter, sprich die heißen Sommermonate, bescherten dem Beiersdorf-Chef im dritten Quartel ein Dauerklingeln in der Kasse. Da die Kunden kräftig zu Sonnenschutzmitteln griffen und der Hersteller von Nivea, Tesa und Eucerin darüber hinaus in den Schwellenländern kräftig wachsen konnte, schnellte der Betriebsgewinn überraschend deutlich um 17 Prozent auf 216 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit weniger als 200 Millionen Euro gerechnet.

 

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Gute Wachstumsraten verbuchte der Konzern in Schwellenländern, auf die sich der Konsumgüter-Konzern nach seinem Umbau konzentriert. In der Region Asien und Afrika weitete sich der Umsatz um rund ein Fünftel aus. In Lateinamerika wuchs das Geschäft um 16 Prozent, vor allem getrieben durch Brasilien. Insbesondere Nivea-Produkte verkauften sich gut, das aber in allen Regionen, egal ob Deos, Gesichtscremes oder Bodylotion.

Hormonell wirksame Stoffe Jedes dritte Kosmetikprodukt betroffen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat 62.000 Kosmetika untersucht - und in fast einem Drittel hormonell wirksame Substanzen gefunden. Sie stehen im Verdacht, mit Unfruchtbarkeit oder Brustkrebs zusammenzuhängen.

Eine Frau cremt ihren Fuß ein. In vielen Kosmetikprodukten fanden Umweltschützer hormonell wirksame Stoffe. Quelle: dpa

Gestärkt und selbstbewusst durch das gute Abschneiden mit Kosmetikartikeln sowie der Klebstoffsparte Tesa im dritten Quartal hob Heidenreich die Geschäftsziele an. Beim Umsatz traut sich der Dax-Konzern nun bis zum Jahresende ein Plus von sechs bis sieben Prozent nach bislang fünf bis sechs Prozent zu. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) soll rund 13 Prozent erreichen. Bislang war der Vorstand von einer Spanne zwischen zwölf und 13 Prozent ausgegangen. Nach neun Monaten lag die Rendite sogar schon bei 13,9 Prozent.

Konzernweit erlöste Beiersdorf mit Pflegeprodukten knapp vier Milliarden Euro. Weitere 790 Millionen Euro steuert die Klebstofftochter Tesa bei. Allerdings bekam Beiersdorf auch die Auswirkungen des starken Euro zu spüren. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz deshalb nur um 2,4 Prozent. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe, belief sich das Plus hingegen auf 7,3 Prozent.

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Heidenreich hatte vor eineinhalb Jahren die Führung von Beiersdorf übernommen und richtet das Hamburger Traditionsunternehmen stärker auf das Geschäft in Schwellenländern aus. Das von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Unternehmen hatte in der Vergangenheit an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.

Vor knapp drei Jahren begann der damalige Vorstandschef Thomas-B. Quaas mit einem radikalen Umbau. Zahlreiche schlecht laufende Produkte wurden aus den Regalen genommen und das Geschäft auf starke Marken wie Nivea oder Eucerin ausgerichtet. Wichtigster Umsatz- und Ertragsbringer ist seither wieder das Geschäft mit der Hautpflege. Inzwischen kann Heidenreich die Früchte des Umbaus ernten.

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