Nordex: Windradbauer legt imposante Kehrtwende hin

Nordex: Windradbauer legt imposante Kehrtwende hin

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Nach einem Totalumbau ist der Hamburger Turbinenbauer Nordex wieder auf gutem Kurs.

von Mario Brück

Nach schweren Turbulenzen läuft bei Nordex alles wie geschmiert. Der Hamburger Windradhersteller konnte 2014 gleich zwei Mal die Prognose erhöhen - und selbst im hart umkämpften US-Markt läuft es rund.

Nordex ist eine der imposantesten Turnaround-Geschichten der vergangenen Jahre. Gerade mal gut drei Jahre ist es her, da war der Windmühlenbauer aus Hamburg mit seinem Hauptwerk in Rostock trotz hochtrabender Wachstumspläne und dem Gehabe eines zig-Milliarden-Konzerns völlig am Boden, angeschlagen, kurz vor dem Knock-out. Der Umsatz dümpelte Ende 2011 nur noch bei 920 Millionen Euro, die operativen Verluste lagen bei rund 30 Millionen Euro und der Fehlbetrag im Konzern summierte sich auf 50 Millionen Euro.

Und heute? Nach einem Totalumbau, Stellenstreichungen, Werksschließungen und Strukturanpassungen hat der Hamburger Turbinenbauer eine glatte Kehrtwende hingelegt. Hinzu kamen Erfolge mit einer neuen Turbinentechnologie und bei den Auslandsaktivitäten.

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So konnten die Hamburger im vergangenen Jahr gleich zwei Mal die Gewinnprognose erhöhen. Der Kurs der Aktie bewegt sich in den vergangenen Wochen in Höhen, die der Anteilsschein seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Unter den westlichen Windanlagenbauern ist Nordex der an der Börse am stärksten gewachsene Wert. „Wir sind sehr zufrieden. 2014 wird in absoluten Zahlen das bislang profitabelste Jahr der Nordex sein“, sagte Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold Mitte Dezember der „Börsen-Zeitung“. 

Seitdem sind fast wöchentlich weitere neue Aufträge in Hamburg reingerattert: 26 Turbinen für einen 65 Megawatt-Windpark in Irland, sieben Mühlen für ein RWE-Innogy-Projekt in Polen, 23 Windräder für die Türkei, drei nach Finnland und neun Turbinen nach Frankreich im Auftrag für die Steag in Essen. Nordex hat einen Lauf.

Windmühlenbauer Nordex Das Stehaufmännchen

Nordex-Vorstandschef Jürgen Zeschky hat den Hamburger Windmühlenbauer aus der Flaute geholt – die Anatomie einer erfolgreichen Sanierung.

Quelle: dpa

Und auch im Heimatmarkt gibt es Grund zur Freude: Hierzulande ist laut Nordex der Auftragseingang im vierten Quartal bis Mitte Dezember um 36 Prozent auf 113 Megawatt gestiegen.

Endlich habe die Nordex-Aktie den nachhaltigen Sprung über die 18-Euro-Marke geschafft, schreibt „Der Aktionär“ in einer Bewertung. Es sei das erste Mal seit knapp sechs Jahren, dass das Papier dieses Niveau wieder erreicht habe. Technisch präsentiere sich die Nordex-Aktie in brillanter Verfassung. Nach der Konsolidierung und dem anschließenden Ausbruch nach oben sei der Weg bis zum alten Hoch von 19,50 Euro aus dem Jahr 2008 frei.

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