Öl- und Gaskonzern OMV: Zuversichtlicher Blick aufs Raffineriegeschäft

Öl- und Gaskonzern OMV: Zuversichtlicher Blick aufs Raffineriegeschäft

, aktualisiert 03. April 2017, 21:32 Uhr
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Die Weiterverarbeitung von Öl zu Benzin und Diesel ist für den größten österreichischen Industriekonzern seit dem Absturz der Ölpreise ein wichtiges Standbein geworden.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV übt sich mit Blick auf sein Raffineriegeschäft in Zuversicht. Der Rückgang im Geschäft mit der Weiterverarbeitung von Öl werde im laufenden Jahr geringer ausfallen als erwartet.

WienDer Wiener Öl- und Gaskonzern OMV blickt nach den ersten Monaten des laufenden Jahres zuversichtlicher auf die Entwicklung des Raffineriegeschäfts. Es werde zwar weiterhin für 2017 ein Rückgang im Geschäft mit der Weiterverarbeitung von Öl erwartet, dieser werde aber moderater ausfallen als ursprünglich in den Planungen angenommen wurde, sagte Firmenchef Rainer Seele am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Weiterverarbeitung von Öl zu Benzin und Diesel ist für den größten österreichischen Industriekonzern seit dem Absturz der Ölpreise ein wichtiges Standbein geworden. Im Vorjahr kam das Geschäft aber aufgrund anhaltender Überkapazitäten in Europa unter Druck. 2016 lag die Raffineriemarge im Durchschnitt bei 4,7 Dollar je Barrel.

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Den niedrigen Ölpreis bekommt die OMV vor allem im Geschäft mit der Suche und Förderung von Öl und Gas zu spüren. 2017 soll die Gesamtproduktion des Konzerns auf über 400.000 Barrel pro Tag steigen, nachdem sie im vergangenen Jahr bei rund 310.000 Barrel lag. Voraussetzung dafür ist unter anderem auch, dass im krisengebeutelten Libyen weiter produziert werden könne. Derzeit hat der OMV-Chef keine Bedenken, dass die Ölförderung in dem Land trotz regelmäßiger Blockaden von Pipelines oder Häfen durch bewaffnete Gruppen wieder ausfallen könnte. „Wir bleiben und stehen zu unserer Aussage, dass wir 2017 durchschnittlich 10.000 Barrel am Tag produzieren werden“. Die Produktionsstätten der OMV seien jedenfalls intakt und unberührt von Beschädigungen. „Dass es in einzelnen Häfen immer wieder mal Probleme gibt, wird man noch häufiger sehen“, sagte Seele. Am kommenden Donnerstag will der OMV-Chef bei einem Pressegespräch gemeinsam mit dem Chef der libyschen Ölgesellschaft NOC über die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen berichten.

Einen weiteren Schub bei der Gesamtproduktion verschafft der OMV der jüngste Zukauf in Russland. Die Österreicher kaufen dem deutschen Energiekonzern Uniper für 1,75 Milliarden Euro dessen Minderheitsbeteiligung an einem der größten Gasfelder in Sibirien ab. Den Abschluss des Geschäftes erwartet der OMV-Chef bis Jahresende.

Quelle:  Handelsblatt Online
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