Olympischer Fackellauf: Die Macher des olympischen Feuers

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Olympischer Fackellauf: Die Macher des olympischen Feuers

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Nicht nur Läufer, auch Prominente haben die Fackel auf ihrem Weg ein Stück begleitet

Nach 70 Tagen kommt die Olympische Fackel bei den Spielen in London an. Begonnen hat sie ihre Reise bei einem Automobilzulieferer in Coventry und einer Ingenieurgesellschaft in Rüsselsheim.

8000 Sportler haben während der letzten 70 Tage das Feuer von Fackel zu Fackel weitergereicht: Jede der rund 8000 Fackeln brannte zwölf Minuten lang, gab ihr Feuer weiter und erlosch. 8000 Meilen legte die Olympische Flamme so zurück. Bei Regen und Wind, bei Hitze und Kälte. Auch bei Stürzen erlosch sie nicht, genauso wenig wie bei Nachtfrost. Damit sie diese Reise übersteht, haben gleich zwei Unternehmen geschraubt, geschweißt, gefräst und geprüft.

Die erste Olympische Fackel kam aus der Schmiede eines deutschen Unternehmens: Die Tradition, die Fackel von Olympia in die jeweilige Stadt zu tragen, die die Spiele ausrichtet, hat nämlich so gar nichts antikes. 1934 gestattete das Internationale Olympische Komitee den Lauf für die Olympischen Spiele in Berlin zwei Jahre später. Die Fackel, die die Läufer dann nach Berlin trugen, war 27 Zentimeter lang, bestand aus Edelstahl und wurde von der Firma Krupp gefertigt. 34 Fackeln wurden seit dem hergestellt - unter anderem von namhaften Designschmieden wie den Ferrari-Desgnern Pininfarina.

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Erfolgreichste deutsche Olympioniken

  • Platz 1

    Birgit Fischer holte zwischen 1980 und 2004 im Kanu acht Gold- und vier Silbermedaillen, bis 1992 für die DDR, seither für die wiedervereinigte Bundesrepublik.

  • Platz 2

    Reiter Reiner Klimke sammelte von 1964 - 1988 sechs Gold- und zwei Bronzemedaillen.

  • Platz 3

    Schwimmerin Kristin Otto holte 1988 in Seoul unfassbare sechs Goldmedaillen für die DDR.

  • Platz 4

    Dressurreiterin Isabell Werth gelangen von 1992 bis 2008 bisher fünf Gold- und drei Silbermedaillen.

  • Platz 5

    Reiter Hans Günter Winkler gewann zwischen1956 und 1976 fünf Mal Gold und je ein Mal Silber und Bronze.

Wasser-, hieb- und stichfeste Kunst

Auch das diesjährige Modell ist für seine Optik ausgezeichnet worden. Zunächst wurde die vom britischen Designerduo BarberOsgerby gestaltete Fackel als vergoldete Parmesanreibe verschrien. Im April gab es für die "goldene Käsereibe" den wichtigsten Designpreis Großbritanniens, den Design of the Year Award und setzte sich damit gegen 89 Mitbewerber durch. Deyan Sudjic, Direktor des Londoner Design Museums, sagte bei der Preisverleihung: "Nichts ist schwieriger zu bekommen, als den Auftrag für das Design der Olympischen Fackel." Er lobte, dass das Modell des Designerduos traditionelle Ideen auf moderne Art feiere.

Edward Barber und Jay Osgerby hatten aber nur den künstlerischen Entwurf geschaffen: Die prämierte Fackel sah zwar gut aus, entsprach aber noch nicht den Anforderungen des London 2012 Organising Committee of the Olympic and Paralympic Games (LOCOG). Stuart Hawker, Direktor der britischen Ingenieurgesellschaft Tecosim Technical Simulation, erklärt: "Die Vorgabe des LOCOG war, dass das Feuer bei Temperaturen zwischen minus 5 und plus 40 Grad, einer Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent, Regen, Schnee sowie Windgeschwindigkeiten bis zu 56 km/h nicht ausgehen darf."

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