OMV: Ölpreis-Verfall bremst Energiekonzern

OMV: Ölpreis-Verfall bremst Energiekonzern

, aktualisiert 10. August 2016, 08:41 Uhr
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Der Konzern bekommt den niedrigen Ölpreis vor allem im Geschäft mit der Suche und Förderung von Öl und Gas zu spüren.

Quelle:Handelsblatt Online

Sinkenden Öl- und Gaspreise lassen beim Energiekonzern OMV den Gewinn zurückgehen. Außerdem verkaufen die Österreicher einen Anteil an einem Öl- und Gasprojekt im Nordatlantik.

WienDas österreichische Öl- und Gasunternehmen OMV hat im zweiten Quartal aufgrund gesunkener Öl- und Gaspreise sowie niedrigerer Raffineriemargen weniger verdient. Der um Lagereffekte bereinigte Betriebsgewinn (CCS Ebit) brach im zweiten Quartal um 43 Prozent auf 214 Millionen Euro ein, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn (CCS Überschuss) um 39 Prozent auf 222 Millionen Euro. OMV liegt damit aber über den Erwartungen. Analysten hatten im Schnitt mit einem CCS Ebit von 190 Millionen Euro gerechnet.

Die OMV bekommt den niedrigen Ölpreis vor allem im Geschäft mit der Suche und Förderung von Öl und Gas zu spüren. Der Konzern habe zu hohe Kosten in der Förderung, um bei niedrigen Ölpreisen wettbewerbsfähig zu sein. Um gegenzusteuern, würden die Investitionen im laufenden Jahr auf 2,2 Milliarden Euro von bisher 2,4 Milliarden Euro zurückgefahren und Kosten gesenkt. Die für 2017 geplante Kostensenkung von 100 Millionen Euro werde bereits 2016 erreicht werden, hieß es.

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Der Konzern verkauft zudem einen 30-prozentigen Anteil am UK Offshore Öl- und Gasprojekt Rosebank an die Firma Suncor Energy. Nach dieser Transaktion liege der OMV-Anteil an Rosebank bei 20 Prozent, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Suncor mit Sitz in Calgary ist laut der Pressemitteilung Kanadas größtes integriertes Energieunternehmen.

„Mit dieser Transaktion erzielen wir ein ausgeglichenes Portfolio durch die Reduktion von Investmentverpflichtungen und behalten einen großen Anteil am Entwicklungsprojekt Rosebank“, erklärte der OMV-Vorstand für das Upstream-Geschäft, Johann Pleininger. Mit dem Einstieg von Suncor, einem Unternehmen mit umfangreicher Erfahrung bei Offshore-Projekten, werde gleichzeitig das Projekt Rosebank gestärkt.

Zugleich muss OMV im Zusammenhang mit dieser Transaktion eine Wertberichtigung vor Steuern in Höhe von 530 Millionen Euro für den 50-prozentigen Anteil des Rosebank-Feldes verbuchen, und zwar im zweiten Quartal 2016.

Suncor werde eine Erstzahlung von 50 Millionen Dollar bei Abschluss leisten, teilte OMV weiter mit. Die Transaktion unterliege behördlicher Genehmigungen, und der Abschluss werde für das vierte Quartal 2016 erwartet. „OMV erhält eine zusätzliche Zahlung von bis zu 165 Millionen Dollar, wenn sich die Rosebank-Partner auf eine finale Investitionsentscheidung einigen“, erklärte OMV.

Das Feld Rosebank wurde laut OMV im Dezember 2004 entdeckt und liegt rund 130 km nordwestlich der Shetlandinseln in einer Wassertiefe von rund 1110 Metern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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