Osram: Chinesen wollen offenbar Leuchtenhersteller kaufen

Osram: Chinesen wollen offenbar Leuchtenhersteller kaufen

, aktualisiert 29. September 2016, 20:04 Uhr
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Die Chinesen wollen laut einem Bericht Osram übernehmen.

Chinesische Firmen wollen laut einem Bericht den Leuchtenhersteller Osram kaufen. Demnach könnte der Siemens-Konzern seine verbliebene Beteiligung veräußern. Der IT-Riese lässt den Bericht unkommentiert.

Das traditionelle Lampengeschäft hat Osram bereits an chinesische Investoren verkauft – nun wollen chinesische Firmen laut einem Bericht auch den Licht-Konzern selbst übernehmen. „Die Chinesen sind in Sachen Osram unterwegs“, zitierte das „Handelsblatt“ Industriekreise.

Der Siemens-Konzern könnte seine verbliebene Beteiligung von 17,5 Prozent verkaufen, so die Zeitung. Interessenten hätten bereits Kontakt zu Siemens aufgenommen.

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Siemens gab keinen Kommentar ab. Osram erklärte: „Wir befinden uns fortlaufend mit bestehenden und potenziellen Investoren im Gespräch, kommentieren aber keine einzelnen Gespräche.“

Osram Lampensparte geht an chinesisches Konsortium

Der Leuchtmittelhersteller Osram verkauft sein Geschäft mit herkömmlichen Glühbirnen an Chinesen. Ein Konsortium übernehme die Tochter namens Ledvance für mehr als 400 Millionen Euro. Das schiebt den Gewinn an.

Der Lichtkonzern Osram hat nach über einem Jahr einen Käufer für seine Lampensparte Ledvance gefunden. Quelle: dpa

Der Verkauf des kriselnden Osram-Geschäfts mit Energiesparlampen und Neonröhren, das zur Zeit noch 40 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, soll für 400 Millionen Euro an den chinesischen Lampenhersteller MLS mit zwei chinesischen Finanzinvestoren als Partner 2017 abgeschlossen werden.

Der Aktienkurs des im MDax geführten Unternehmens zog nachbörslich merklich an und notierte 3,8 Prozent im Plus bei 52,50 Euro. „Wir freuen uns über die jüngste Aktienkursentwicklung, denn diese zeigt, dass unsere Unternehmensstrategie vom Markt angenommen wird“, sagte der Osram-Sprecher.

Erst vor kurzem hatte die Übernahme des Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Elektrogerätehersteller Midea Bedenken vor einer Verlagerung wichtiger Technologien ins Reich der Mitte ausgelöst. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte aber betont, die Bundesregierung greife nicht aktiv in unternehmerische Entscheidungen ein.

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