Pariser Luftfahrtmesse: Airbus zieht an Erzrivalen Boeing vorbei

Pariser Luftfahrtmesse: Airbus zieht an Erzrivalen Boeing vorbei

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Airbus hat seinen Erzrivalen Boeing abgehängt.

Ein Großauftrag aus Osteuropa versüßt Airbus die Bilanz der Pariser Luftfahrtmesse und sichert einen Vorsprung vor US-Konkurrent Boeing. Die Durststrecke beim Riesen-Flieger A380 könnte zu Ende gehen.

Der Flugzeugbauer Airbus hat seinen Erzrivalen Boeing auf der Pariser Luftfahrtmesse bei der Jagd nach Kunden abgehängt. Die Europäer sammelten Aufträge und Vorverträge für 421 Mittel- und Langstreckenjets ein, wie Airbus-Chef Fabrice Brégier am Donnerstag auf der Pariser Luftfahrtschau in Le Bourget sagte. Die Amerikaner blieben mit 331 Bestellungen dahinter zurück. Für die Hersteller geht es jetzt darum, wie sie die Auftragsberge bewältigen - und was aus ihren wenig gefragten Flaggschiffen 747 und A380 wird.

Insgesamt summierten sich die Aufträge und Vorverträge von der Messe bei Airbus laut Preisliste auf 57 Milliarden Dollar (51 Mrd Euro). Boeing kommt auf 50,2 Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. „Das bestätigt, dass der Markttrend extrem positiv ist“, sagte Brégier.

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Bereits ohne neue Rekordaufträge auf der größten Luftfahrtmesse des Jahres sitzen die großen Flugzeughersteller Boeing und Airbus auf einem gigantischen Auftragspolster. Das abzuarbeiten ist fast unmöglich.

Gute Auftragslage für Airbus und Boeing. Quelle: dpa Picture-Alliance

Airbus-Verkaufschef John Leahy weckte sogar Erwartungen auf ein baldiges Ende der Durststrecke beim weltgrößten Passagierjet A380, der auf der Messe keinen neuen Abnehmer fand. „Ich hoffe auf 25 Neubestellungen in diesem Jahr - das wäre realistisch“, sagte Leahy. „Wir verhandeln mit mehreren potenziellen Kunden.“

Seit 2013 hat keine Airline mehr eins der doppelstöckigen Flugzeuge geordert. Airbus prüft derzeit sowohl eine Modernisierung seines Flaggschiffs mit neuen Triebwerken als auch eine leichte Verlängerung des Fliegers, um Platz für etwa 50 zusätzliche Fluggäste zu schaffen.

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In diesem Jahr soll das Modell erstmals schwarze Zahlen schreiben. Damit dies gelingt, müssen etwa 30 Maschinen den Weg zu den Kunden finden. Die bisherigen Aufträge reichen aus, um die Produktion bis 2018 in diesem Umfang aufrechtzuerhalten.

Ganz anders sieht das Bild bei den boomenden Mittelstreckenfliegern aus, wo Airbus an eine weitere Steigerung seiner Produktion denkt. Noch am Donnerstag unterschrieb das Unternehmen einen Vorvertrag mit der osteuropäischen Low-Cost-Fluglinie Wizz Air für 110 Flugzeuge des Typs A321neo, mit dem Airbus kurz vor der Messebilanz an Gegenspieler Boeing vorbeizog.

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