Paul Singer: Hedgefonds-Manager will satte Abfindung von Stada

Paul Singer: Hedgefonds-Manager will satte Abfindung von Stada

, aktualisiert 31. August 2017, 10:00 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Hedgefonds-Manager Paul Singer macht Druck auf die neuen Stada-Eigentümer Bain und Cinven. Seine Firma Elliot will nun deutlich mehr Geld für ihre Anteile an dem Arzneimittelhersteller herausquetschen.

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Der Hedgefonds-Manager spekuliert auf eine satte Abfindung.

LondonDer Hedgefonds Elliott funkt den Finanzinvestoren Bain und Cinven bei der vollständigen Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada dazwischen. Der Fonds des US-Investors Paul Singer werde einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag nur unterstützen, wenn die Abfindung nicht weniger als 74,40 Euro pro Stada-Aktie betrage, teilte Elliott am Donnerstag mit. Dies wäre ein Aufschlag von mehr als 8 Euro je Aktie auf den ursprünglichen Angebotspreis.

Singer hielt zuletzt über seinen Fonds und andere Vehikel 9,6 Prozent der Anteile. Einschließlich Derivaten hat er sogar Zugriff auf 11,6 Prozent an dem Arzneimittelhersteller. Der Hedgefonds versucht nun, mehr Geld aus seinem Engagement herauszuholen. Stada-Aktien notierten am Donnerstagmorgen bei 78 Euro.

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Bain und Cinven war Mitte August im zweiten Anlauf die 5,3 Milliarden Euro schwere Übernahme von Stada geglückt. Die Finanzinvestoren hatten die geforderte Schwelle von 63 Prozent der Anteile an Stada mit 63,8 Prozent nur knapp übersprungen. Schließen Bain und Cinven wie üblich einen Beherrschungsvertrag mit dem Arzneimittelhersteller, um Zugriff auf deren Kasse zu bekommen, müssen sie allen übrigen Aktionären ein Abfindungsangebot unterbreiten, dessen Höhe auch gerichtlich überprüft werden kann. Um Stada von der Börse zu nehmen, wäre ein weiteres Pflichtangebot fällig.

Neben Singer setzen viele Anleger darauf, dass zumindest eines davon deutlich höher ausfällt als die bisherige Offerte von Bain und Cinven über 66,25 Euro. Die Nachfrist, in der dieses Angebot noch angenommen werden kann, läuft bis zum Freitag. Bei den gegenwärtigen Kursen werden Anleger ihre Anteile aber wohl kaum im Rahmen der Nachfrist andienen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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