Personalabbau möglich: Vorwerk erwartet 2012 Rekordergebnis

exklusivPersonalabbau möglich: Vorwerk erwartet 2012 Rekordergebnis

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Vorwerk-Mitarbeiterin in Wuppertal am Fließband

von Harald Schumacher

aDas Wuppertaler Familienunternehmen Vorwerk erwartet in diesem Jahr erneut ein Rekordergebnis: Das prognostizieren die Vorwerk-Gesellschafter Walter Muyres und Reiner Strecker gegenüber der WirtschaftsWoche.

Angepeilt sind rund 2,4 Milliarden Euro Umsatz. Der Gewinn vor Steuern, den das Unternehmen nicht beziffert, wird schätzungsweise deutlich über 200 Millionen Euro liegen. Nicht mehr berücksichtigt sind dabei Umsätze und Gewinne des Gebäudedienstleisters Hectas, der seit 2011 eigenständig agiert.

Trotzdem wird Vorwerk im Oktober ein Paket von Struktur- und Sparmaßnahmen voraussichtlich inklusive Personalabbau verkünden. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, werden McKinsey-Berater, die seit einem Vierteljahr die Geschäftsabläufe unter die Lupe nehmen, in wenigen Wochen ihre Verbesserungsvorschläge präsentieren. „Wir müssen effizienter werden“, sagte Strecker gegenüber der WirtschaftsWoche. Zudem gehe es darum, „die Organisation auf neue, strategische Herausforderungen vorzubereiten“.

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Im Kern zielen die Maßnahmen auf das seit einem Jahrzehnt kriselnde Stammgeschäft des Unternehmens, den Staubsaugervertrieb in Deutschland. Zwar wird auch die deutsche Staubsaugersparte nach internen Prognosen in diesem Jahr erstmals seit 2008 wieder schwarze Zahlen schreiben und rund zehn Prozent mehr Umsatz erzielen als im vergangenen Jahr. Doch es gibt Probleme beim 2011 begonnenen Umbau des Direktvertriebs weg vom Verkauf an der Haustür hin zu Internetshops und eigenen Läden. „Der deutschlandweite Ausbau auf 120 Filialen gelingt nicht bis 2014, sondern wird noch einige Zeit dauern, voraussichtlich bis 2016“, sagte Muyres. Insgesamt sei der Umbau des deutschen Kobold-Vertriebs und der Marke Vorwerk aber „zu 70 Prozent geschafft“, so Muyres.

Vorwerk-Patriarch Mittelsten-Scheid gibt Beiratsvorsitz ab - Nachfolger wird Fresenius-Manager Baule

Erstmals in der Geschichte des weltweit agierenden Traditionsunternehmens Vorwerk rückt ein Nicht-Familienmitglied an die Spitze des Beirats auf. „Ich gebe den Beiratsvorsitz zum 1. Januar 2013 ab, und zwar an Rainer Baule, der jetzt mit 63 Jahren als Chef des Arzneimittelherstellers Fresenius Kabi ausscheidet“, sagte der führende Vorwerk-Gesellschafter Jörg Mittelsten Scheid im Interview mit der WirtschaftsWoche. Einen geeigneten Nachfolger aus dem Familienkreis gibt es laut Mittelsten Scheid nicht. Daher wird sich der 76-jährige Ur-Enkel des Firmengründers Carl Vorwerk auch nicht ganz zurückziehen: „Ich bleibe aber dem Beirat, der bei uns die Befugnisse eines Aufsichtsrats hat, weiter erhalten und wurde zu dessen Ehrenvorsitzenden gewählt.“ Dies sei wichtig, sagte Mittelsten Scheid, „weil wir derzeit in der Familie keinen anderen Fachmann oder Fachfrau haben, die über Beirat oder Geschäftsführung wirtschaftlich kompetent auf die Firma Einfluss nehmen könnten“.

Die Wuppertaler Vorwerk Gruppe erzielte 2011 einen Umsatz von knapp 2,4 Milliarden Euro. Dazu trugen neben den Staubsaugern, Küchenmaschen und Kosmetika, die Vorwerk im Direktvertrieb verkauft, auch die akf Bankengruppe, die Vorwerk Teppichwerke und der Gebäudedienstleister Hectas bei. Für Vorwerk arbeiten international rund 22.000 fest angestellte Mitarbeiter.sowie 600.000 haupt- und nebenberufliche freie Handelsvertreter.

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