Peter Voser geht: Shell-Chef zieht sich überraschend zurück

Peter Voser geht: Shell-Chef zieht sich überraschend zurück

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Peter Voser zieht sich zurück.

Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell muss sich einen neuen Chef suchen. Peter Voser gab am Donnerstag überraschend seinen Rückzug im kommenden Jahr bekannt.

Der 54-jährige Peter Voser leitet Royal Dutch Shell seit 2009. "Nun ist es an der Zeit, meinen Lebensstil zu ändern und ich freue mich darauf, in den kommenden Jahren mehr Zeit für Familie und Privatleben zu haben", erklärte Voser am Donnerstag.

Der Konzern werde sich sowohl intern als auch außerhalb nach einem Nachfolger umsehen, sagte eine Sprecherin. Für Shell kommt der Wechsel zur Unzeit. Denn im harten Konkurrenzkampf um die raren Vorkommen investiert das Unternehmen Milliarden in die Suche nach neuen Ölfeldern.

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Analysten zufolge gibt Shell dafür mehr aus als andere. Von Erfolg gekrönt war dies bislang aber nicht. So investierte Shell allein in der Arktis seit 2006 fünf Milliarden Dollar, ohne dass bislang auch nur ein Bohrloch fertiggestellt wurde. Auch in Nigeria, wo die Bohrungen wegen Umweltschäden ebenfalls umstritten sind, stieß Shell auf Schwierigkeiten.

Trotz der Produktionsprobleme dort steigerte Shell im ersten Quartal aber den bereinigten Nettogewinn binnen Jahresfrist überraschend um drei Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar. Grund dafür war unter anderem das Raffineriegeschäft. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Gewinn von 6,5 Milliarden Dollar gerechnet. Sie hatten eine Abschreibung auf das Alaska-Geschäft vermutet. Die Shell-Aktie legte in London gut ein Prozent zu.

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