Pfizer und Allergan: Wackelt die größte Pharmafusion der Geschichte?

Pfizer und Allergan: Wackelt die größte Pharmafusion der Geschichte?

, aktualisiert 05. April 2016, 10:53 Uhr
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Pfizer will Allergan übernehmen, doch jetzt gibt es neue Hindernisse.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Viagra-Hersteller Pfizer will für 160 Milliarden Dollar Allergan schlucken. Doch die US-Regierung plant neue Maßnahmen gegen Steuerflucht. Der Mega-Deal könnte nun eine Nummer kleiner ausfallen – oder ganz scheitern.

Washington/New YorkDie Aktie des Botox-Herstellers Allergan ist am Montagabend nach Börsenschluss in den USA unter die Räder gekommen. Weil das US-Finanzministerium neue Maßnahmen gegen Steuerflucht im Zuge von Firmenübernahmen ankündigte, brach die Allergan-Aktie außerbörslich um 22 Prozent ein.

Denn Analysten zufolge wackelt damit die geplante Mega-Fusion von Pfizer und Allergan. Der Deal hätte ein Volumen von 160 Milliarden Dollar. Der Viagra-Produzent Pfizer als Käufer müsste also nicht den immensen Preis stemmen, was der Aktie nachbörslich ein Plus von drei Prozent bescherte.

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Durch die Transaktion soll der weltgrößte Arzneimittel-Hersteller entstehen. In der US-Politik wurde das Vorhaben aber massiv kritisiert, weil Pfizer seinen Steuersitz in die Allergan-Heimat Irland verlagern will, wo deutlich niedrigere Abgaben fällig werden.

Die beiden Unternehmen teilten mit, die neuen Regulierungsvorgaben aus Washington zu prüfen. Die Übernahme soll früheren Angaben zufolge im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden.

Patentabläufe und hohe Kosten für Forschung und Entwicklung treiben derzeit das Fusionskarussell in der Pharmabranche an. Im März hatten die EU-Wettbewerbshüter der israelischen Ratiopharm-Mutter Teva die 40,5 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Generika-Sparte von Allergan erlaubt. Für die Genehmigung müssen allerdings einige Geschäftsbereiche verkauft werden, vor allem die Allergan-Sparten in Großbritannien und Irland.

Die EU-Kommission äußerte auch Bedenken, dass die Übernahmepläne des Generika-Weltmarktführers Teva zu Wettbewerbsnachteilen auf dem Markt mit Nachahmer-Medikamenten in Island führe. Um die Einwände der EU-Kommission auszuräumen, haben beide Unternehmen angeboten, Produkte und Geschäftsbereiche zu verkaufen. Der Übernahme müssen noch die US-Behörden zustimmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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