Pflichtwandelanleihe: Bayer rüstet sich für Monsanto

Pflichtwandelanleihe: Bayer rüstet sich für Monsanto

, aktualisiert 15. November 2016, 21:41 Uhr
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Das Werk der Bayer AG im Chemiepark in Leverkusen – das Unternehmen möchte weiter wachsen.

von Siegfried HofmannQuelle:Handelsblatt Online

Bayer leitet mit der Ausgabe einer milliardenschweren Anleihe den ersten Schritt für die Finanzierung der Monsanto-Übernahme ein. Doch die Platzierung solle nicht als Indiz für den Ausgang der Kartellprüfung gewertet werden.

FrankfurtDer Bayer-Konzern hat den ersten Schritt für die langfristige Finanzierung der Monsanto-Übernahme offiziell eingeleitet. Der Aufsichtsrat beschloss die Ausgabe einer nachrangigen Pflichtwandelanleihe im Umfang von vier Milliarden Euro. Die Anleihe soll mit einem Zins von 5,125 Prozent bis 5,625 Prozent pro Jahr begeben werden, wird bis 22. November 2019 laufen und spätestens dann in Aktien der Bayer AG umgewandelt.

Sie ist Teil der geplanten Eigenkapitalausgabe von insgesamt 19 Milliarden Dollar (rund 17,6 Milliarden Euro), mit der Bayer die 66 Milliarden Dollar teure Übernahme des amerikanischen Saatgutriesen teilweise finanzieren will. Den Rest will Bayer über die Ausgabe von Anleihen sowie langfristige Bankkredite aufbringen.

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Für den unmittelbaren Finanzbedarf bei Vollzug der Übernahme hat sich Bayer bereits im Sommer eine Zwischenfinanzierung von 52 Milliarden Euro durch ein Bankenkonsortium gesichert, die anschließend durch die Langfristfinanzierung abgelöst werden soll.

Die Pflichtwandelanleihe wird nun von einem Bankenkonsortium unter Führung von BofA, Merrill Lynch, Credit Suisse, Goldman Sachs und J.P. Morgan platziert und nach Angaben von Bayer ausschließlich institutionellen Anlegern außerhalb der Vereinigten Staaten angeboten.

Ob der Deal tatsächlich zustande kommt, wird sich erst im Laufe des nächsten Jahres entscheiden, wenn die Kartellbehörden in Amerika, Europa und Asien über die Großakquisition entschieden haben. Bayer betont daher, dass die Platzierung nicht als Indiz für den Ausgang der Kartellprüfungen gewertet werden dürfte.

Der Leverkusener Konzern dürfte mit der frühzeitigen Eigenkapitalplatzierung vor allem Vorsorge für ein günstiges Kreditrating treffen. Dadurch kann er die Zinskosten für die später geplanten Anleihen und Bankkredite niedrig halten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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