
Der Konkurrenzdruck kommt von allen Seiten: Das Geschäft mit Imitaten von Markenmedikamenten, sogenannten Generika, ist attraktiv. Dementsprechend wollen viele Anbieter ein Stück vom Kuchen abhaben. Die Generikahersteller machen sich jedoch nicht nur gegenseitig zu schaffen, sondern auch den forschenden Pharmakonzernen. Läuft ein Patent aus, stehen Generikaunternehmen schon mit Kopien bereit.
Davon kann der Schweizer Pharmariese Novartis ein Lied singen, der heute seine Quartalszahlen veröffentlicht hat. „Die Pharmaindustrie ist in den kommenden Jahren mit einer beispiellosen Zahl von Patentabläufen konfrontiert“, hieß es schon im Geschäftsbericht 2011. Vergangenen November lief in einigen EU-Ländern das Patent für den Bluthochdruck-Arzneistoff Valsartan aus, den der Konzern unter dem Markennamen Diovan vertreibt. Konkurrenten aus dem Generikabereich haben bereits eigene Produkte auf den Markt gebracht. Im September 2012 wird auch das Valsartan-Patent in den USA ablaufen, 2013 in Japan.
Bild: dpaPlatz 10: Grippostad
Winterzeit ist Grippezeit: die Nase läuft, die Glieder schmerzen und der Kopf dröhnt. Das meistverkaufte rezeptfreie Medikament gegen Erkältungskrankheiten ist Grippostad, ein Medikament des deutschen Arzneimittelkonzerns STADA . Mit seinem Erkältungsblocker machte das Unternehmen 2010 einen Umsatz von 28,7 Millionen Euro.
Zu den Wirkstoffen gehören Chlorphenaminhydrogenmaleat, Coffein, Paracetamol und Ascorbinsäure.
Bild: dpaPlatz 9: Aspirin plus C
Bekannt durch Werbeslogans wie "ich nehm jetzt noch schnell eine Aspirin und dann geht's mir schon wieder gut", ist die schmerzstillende Brausetablette von Bayer wortwörtlich in aller Munde. Aspirin plus C schafft es auf den neunten Platz der meistverkauften rezeptfreien Arzneimittel in Deutschland. Das Präparat soll Kopfschmerzen, Fieber und erkältungsbedingte Schmerzen bekämpfen. Die Brausetabletten von Deutschlands größten Pharmakonzern ist das zweitumsatzstärkste Arzneimittel in Bayers Produktreihe.
Wirkstoffe: pro Tablette 400 Milligramm Acetylsalicylsäure und 240 Milligramm Vitamin C
Bild: PRPlatz 8: Dolormin
Wer häufig unter Kopfschmerzen oder gar Migräne leidet, kennt das Schmerzmittel Dolormin wohl nur all zu gut. Das Präparat der Marke Johnson & Johnson ist seit 1992 auf dem deutschen Markt. Die Filmtabletten gibt es in sieben verschiedenen Ausführungen, wozu unter anderem Dolormin speziell gegen Migräne oder für Kinder gehören. Hergestellt wird das Medikament von Woelm Pharma.
Wirkstoff: Ibuprofen
Bild: dpaPlatz 7: ACC
Der Hustenlöser von Hexal ist das führende Produkt seiner Art auf dem deutschen Markt. Er soll den Schleim in den Atemwegen lösen. 1996 wurde es auf dem deutschen Markt eingeführt. Der Wirkstoff bei ACC ist Acetylcystein.
Bild: dpaPlatz 6: Aspirin
Ein absoluter Medikamente-Klassiker und in jeder Haus- und Reiseapotheke zu finden: Aspirin. Die Schmerztabletten von Bayer belegen Platz sechs des Rankings. Schon 1899 wurde Aspirin zum Patent angemeldet. Im Gesamtjahr 2010 betrug der Umsatz mit allen Produkten der Reihe „Aspirin Cardio“ insgesamt 715 Millionen Euro. 2011 sogar über 770 Millionen Euro.
Der Wirkstoff in Aspirin ist Acetylsalicylsäure.
Bild: dpaPlatz 5: Thomapyrin
Und weiter geht es in der Reihe der schmerzstillenden Medikamente mit Thomapyrin. Die Schmerztabletten von Boehringer Ingelheim wurden 1946 entwickelt. Sie gehören zu den führenden Migränemitteln auf dem deutschen Markt. Die Filmtabletten enthalten die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Coffein und Paracetamol.
Bild: dpaPlatz 4: Bepanthen Wund- und Heilsalbe
Gerne in der Küchenschublade gleich neben den scharfen Fleischermessern platziert: Bepanthen. Die Salbe vom Pharmaunternehmen Bayer ist die führende Wund- und Heilsalbe auf dem deutschen Markt. Sie soll die bessere Heilung von leichten Haut- und Schleimhautschädigungen ermöglichen. Der Wirkstoff ist Dexpanthenol.
Bild: dpaPlatz 3: Voltaren
Unter die Top drei der meistverkauften rezeptfreien Medikamente schafft es das schmerzstillende Gel Voltaren. Das Präparat von Novartis soll bei unterschiedlichen Schmerzen wie Verstauchungen, Schulter- und Armschmerzen sowie Muskelentzündungen Linderung verschaffen. Der Wirkstoff des Gels ist Diclofenac.
Bild: dpaPlatz 2: Nasenspray
Schnupfengeplagte denken nur eins: endlich wieder frei atmen können. Der Griff zum Nasenspray bringt die Erlösung. Besonders beliebt und daher auf Platz zwei der meistverkauften rezeptfreien Medikamente ist das Nasenspray von Ratiopharm. Wirkstoff ist das schier unaussprechliche Xylometazolinhydrochlorid.
Bild: APPlatz 1: Paracetamol
Die Nummer eins in deutschen Hausapotheken: Paracetamol. Die Schmerztabletten vom Generika-Arzneimittelhersteller Ratiopharm sind das meistverkaufte rezeptfreie Medikament Deutschlands. Es soll leichte bis mittelstarke Schmerzen, sowie Fieber und Erkältungskrankheiten lindern. Paracetamol wurden in den 1970er Jahren auf dem deutschen Markt eingeführt. Der Wirkstoff trägt den gleichen Namen: Paracetamol.
Quellen: IMS Health 2010 und andere
Platz 10: Grippostad
Winterzeit ist Grippezeit: die Nase läuft, die Glieder schmerzen und der Kopf dröhnt. Das meistverkaufte rezeptfreie Medikament gegen Erkältungskrankheiten ist Grippostad, ein Medikament des deutschen Arzneimittelkonzerns STADA . Mit seinem Erkältungsblocker machte das Unternehmen 2010 einen Umsatz von 28,7 Millionen Euro.
Zu den Wirkstoffen gehören Chlorphenaminhydrogenmaleat, Coffein, Paracetamol und Ascorbinsäure.
Einsparungen drücken die Rentabilität
Ebenso hat Novartis schon Generika-Konkurrenz für sein Krebsmittel Femara bekommen, dessen Patent 2011 in den USA und in wichtigen europäischen Märkten abgelaufen ist. 2013 enden in den USA außerdem Patentrechte für Zoledronsäure, ein Wirkstoff, der zur Krebs- und Osteoporose-Behandlung genutzt wird. 2015 folgt das Krebsmittel Gleevec/Glivec.
Dementsprechend schlecht fallen die Unternehmenszahlen aus, die Novartis heute veröffentlicht hat. Der Gewinn sank im ersten Quartal um 18 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar, der Umsatz nahm um zwei Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar ab. Insgesamt will der Konzern den Umsatz dieses Jahr allerdings auf dem Niveau von 2011 halten. Doch Generika-Konkurrenz und die Einsparungen im Gesundheitswesen drücken die Rentabilität. Die bereinigte operative Marge wird unter den 24 Prozent des Vorjahres erwartet. Im ersten Quartal betrug sie 26,8 Prozent.
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