Pharma-Riese: Bayer erzielt Umsatzschub mit neuen Arzneien

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Pharma-Riese: Bayer erzielt Umsatzschub mit neuen Arzneien

Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal mit neuen Medikamenten starke Umsatzzuwächse erzielt. Auch im Agrarbereich liefen die Geschäfte gut. Insgesamt konnte Bayer den Umsatz auf knapp 10,4 Milliarden Euro steigern.

Mit seinem neuen Schlaganfallmittel Xarelto setzte Bayer 219 Millionen Euro um, mehr als dreimal so viel wie noch vor einem Jahr, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Das neue Augenmittel Eylea kam nach seinem Marktstart bereits auf Umsätze von 73 Millionen Euro. Auch das Krebsmittel Stivarga brachte Bayer nach der Zulassung auf Anhieb einen Erlös von 47 Millionen Euro im Quartal ein.

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Umsatzstärkstes Präparat im Zeitraum April bis Juni war das Bluterpräparat Kogenate mit Umsätzen von 306 Millionen Euro - ein Plus von 5,9 Prozent binnen Jahresfrist. Die Umsätze mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Betaferon sanken hingegen um 15,7 Prozent auf 269 Millionen Euro. Bayer macht unter anderem die zunehmende Konkurrenz durch Multiple-Sklerose-Präparate zu schaffen, die nicht mehr gespritzt werden müssen.

Auch im Agrarbereich liefen die Geschäfte gut. Das Pflanzenschutzgeschäft entwickle sich weiter dynamisch, sagte Konzernchef Marijn Dekkers. Im Gesundheitsbereich verlaufe die Markteinführung neuer Pharmaprodukte zudem „deutlich besser als erwartet“.

Dagegen litt die Chemiesparte erheblich unter dem anhaltend schwierigen Marktumfeld. Dekkers sagte, angesichts der Herausforderungen im Chemiegeschäft erscheine die bisherige Gewinnprognose für 2013 „zunehmend ambitioniert“.

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Insgesamt steigerte der Konzern zwischen April und Juni seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent auf knapp 10,4 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis lag mit 841 Millionen Euro um 74,8 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Vor einem Jahr hatten Sonderlasten den Gewinn allerdings stark geschmälert.

Derweil hat die EU hat den Weg für den Verkauf des Akne-Mittels Diane 35 in Frankreich freigemacht. Das Präparat sei sicher, befand die EU-Kommission. Frankreich hatte als einziges Land in der Union den Verkauf des Medikaments ausgesetzt, das mit vier Todesfällen innerhalb von 25 Jahren in Verbindung gebracht wurde. Die europäische Gesundheitsbehörde bescheinigte dem Produkt schon im Mai, mehr Nutzen als Schaden zu stiften. Diane 35 verringert die Akne durch Hormone und verhindert den Eisprung. Sie wird deshalb auch zur Empfängnisverhütung verschrieben, obwohl sie dafür nicht zugelassen ist.

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