Pharma- und Chemiekonzern: Bayer und Monsanto wollen Milliarden in USA investieren

Pharma- und Chemiekonzern: Bayer und Monsanto wollen Milliarden in USA investieren

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Werner Baumann (l), Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Hugh Grant, Chairman und CEO von Monsanto

Bayer und Monsanto wollen Tausende Jobs in den USA schaffen und über die nächsten Jahre mindestens acht Milliarden Dollar investieren. Damit werben die Konzerne für ihre geplante Fusion.

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer und der US-Saatgutriese Monsanto werben in den USA mit dem Versprechen von Milliardeninvestitionen und neuen Jobs für ihre geplante Fusion. In den kommenden sechs Jahren sollten etwa 16 Milliarden Dollar in die Forschung und Entwicklung im Agrarbereich fließen, davon mindestens acht Milliarden Dollar in den USA, erklärten die Unternehmen am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Summe von acht Milliarden Dollar wurde zuerst vom Team des künftigen US-Präsidenten Donald Trump verbreitet. Der Milliardär hatte sich in der vorigen Woche mit Bayer-Chef Werner Baumann und dessen Monsanto-Kollegen Hugh Grant getroffen, um über die Fusion zu sprechen.

Der Saatgutkonzern Monsanto

  • Hersteller

    Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist einer der weltgrößten Hersteller von – oft auch gentechnisch verändertem – Saatgut sowie Unkrautbekämpfungsmitteln.

  • Umsatz

    Das Unternehmen mit Hauptsitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gehört zu den 500 größten börsennotierten in den USA und setzte zuletzt rund 15 Milliarden US-Dollar (gut 13 Mrd. Euro) um. Dabei erzielte Monsanto einen Überschuss von 2,3 Milliarden Dollar.

  • Mitarbeiter

    Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 21.200 Menschen, fast die Hälfte davon in den USA. Der Saatgutkonzern ist in 66 Ländern vertreten – auch in Deutschland.

  • Kritik

    Monsanto bezeichnet eine nachhaltige Landwirtschaft als „Kernanliegen“, wird jedoch weltweit von Umweltschutzorganisationen unter anderem für die Herstellung von gentechnisch veränderten Saatgut heftig kritisiert.

    Quelle: dpa

Die Konzerne, die bei der 66 Milliarden Dollar schweren Fusion auf das Wohlwollen der Aufsichtsbehörden angewiesen sind, kündigten zudem die Schaffung von Tausenden High-Tech-Jobs in den USA an. Ein Sprecher Trumps bezifferte die Zahl auf 3000. Zudem erhalte Bayer alle 9000 Jobs in den USA.

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Donald Trump, der am Freitag das Amt von Barack Obama übernimmt, hatte sich in den vergangenen Wochen wiederholt damit gebrüstet, Konzerne zur Schaffung neuer Jobs in den USA bewegt zu haben. Bei der Ankündigung ihrer Fusionspläne im September hatten Bayer und Monsanto ihr gemeinsames jährliches Forschungs- und Entwicklungsbudget im Agrarbereich auf rund 2,5 Milliarden Euro beziffert. Über sechs Jahre gerechnet entspricht das in etwa den nun genannten 16 Milliarden Dollar.

Bayer würde mit der Übernahme des Konzerns aus St. Louis der weltgrößte Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut mit einem Marktanteil von rund 28 Prozent. Die Aufsichtsbehörden in der EU und den USA müssen die Fusion aber noch genehmigen. In den USA liegt die Entscheidung beim Justizministerium und der Federal Trade Commission. Trump kann also nicht allein eine Genehmigung verhindern, mit der Nominierung seiner Kandidaten für die Chefposten beider Behörden aber die Richtung vorgeben. Er hatte angekündigt, dem Schutz der heimischen Wirtschaft und den dortigen Arbeitsplätzen Vorrang einzuräumen und Unternehmen bei einer Verlagerung von Jobs und Produktionsteilen ins Ausland mit finanziellen Nachteilen gedroht.

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