Pharma-Verbandschefin: Fischer fordert Nachbesserungen

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Birgit Fische:„Ich fordere eine stärkere Einbeziehung wissenschaftlichen Fachverstands“

von Jürgen Salz und Cordula Tutt

Die forschende Pharmaindustrie wehrt sich gegen die Ausgestaltung des neuen Arzneimittelgesetz Amnog, das eine strengere Bewertung des Nutzens neuer Medikamente vorschreibt.

„Gegen die Entscheidungen muss auch ein Widerspruch möglich sein“, sagte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller, der WirtschaftsWoche. „Wir fordern daher die Einrichtung einer Revisionsstelle, die weitere fachliche Expertisen hinzuzieht.“ Das Gesetz sieht vor, dass die Entscheidungen zur Nutzenbewertung von einem Gremium von Ärzten und Kassen getroffen werden, dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Einsprüche sind bislang nicht möglich.

Die Entscheidung des G-BA müsse daraufhin überprüfbar sein, ob bei der Nutzenbewertung die richtigen Methoden und Vergleichstherapien angewandt wurden: „Ich fordere hier einfach eine stärkere Einbeziehung wissenschaftlichen Fachverstands“, so Fischer. Als mögliche Revisionsinstanz nennt Fischer das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Als deutsche Zulassungsbehörde könne das Institut eine solche Revisionsaufgabe übernehmen, „um insgesamt zu einem sachgerechten Ergebnis zu kommen“.

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Laut dem neuen Arzneimittelgesetz Amnog müssen die Hersteller patentgeschützter Medikamente seit dem 1.1.2011 den Zusatznutzen neuer Medikamente belegen, um höhere Preise durchsetzen zu können. „Die Anforderungen an die Nutzenbewertung gehen zum Beispiel in Deutschland weit über das hinaus, was in anderen Ländern üblich ist“, so Fischer.

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