Pharma: Wieder eine Absage von Stada

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Pharma: Wieder eine Absage von Stada

von Jürgen Salz

Am vergangenen Donnerstag strich der Stada-Aufsichtsrat geplante Gespräche mit Übernahme-Interessenten. An diesem Donnerstag wollte der Medikamenten-Hersteller eigentlich seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorlegen. Doch auch daraus wird nun nichts.

Der Arzneimittelhersteller Stada verschiebt seine Bilanzpressekonferenz um knapp eine Woche. Grund dafür sei, dass eine „kleinere Transaktion“ neu bewertet werden müsse, sagte Stada-Chef Matthias Wiedenfels in einer kurzfristig anberaumten Telefonkonferenz. Der Gewinn könnte dadurch um einen einstelligen Millionenbetrag beeinflusst werden.

Viel konkreter wollte Wiedenfels nicht werden. Bei Stada gebe es nun ein „erhöhtes Sorgfaltsniveau“ und gerade in der aktuellen Situation, wo mehrere Interessenten um Stada buhlen und der Bieterprozess läuft, wolle sich das Unternehmen nicht angreifbar machen. Die Zahlen will Stada nun am Mittwoch, den 29. März, präsentieren.

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Stada steht derzeit ganz besonders im Fokus der Anleger. Zwei Konsortien aus Finanzinvestoren – Advent und Permira einerseits, Bain und Cinven andererseits – haben Gebote für Stada in Höhe von jeweils 58 Euro je Aktie abgegeben. Deswegen war die Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag mit Spannung erwartet worden.  Zumal der Stada-Aufsichtsrat geplante Expertengespräche mit den Investoren  am vergangenen Donnerstag abgesagt und höhere Gebote eingefordert hatte. Seither sinkt der Stada-Aktienkurs. Viele Investoren fürchten offensichtlich, dass der Aufsichtsrat unter dem Vorsitzenden Carl Ferdinand Oetker mit seinen Forderungen überzieht.

Grippostad-Hersteller Stada sagt Treffen mit Bietern ab

Der Stada-Verkauf könnte sich verzögern. Ursprünglich wollten sich die beiden Private-Equity-Bieter aktuell mit dem Stada-Management treffen. Die Termine wurden jedoch abgesagt – wohl auf Betreiben des Aufsichtsrats.

Stada Quelle: dpa

Nun folgte die zweite Absage. Mit dem laufenden Bieter-Wettstreit habe die Absage der Bilanz-Pressekonferenz nichts zu tun, betonte Wiedenfels. Der Stada-Chef erklärte, dass am kommenden Mittwoch noch keine Entscheidung für einen der Bieter zu erwarten sei. Nach der neuerlichen Absage sinkt der Aktienkurs nun weiter. Im Laufe dieses Tages hat das Stada-Papier mehr als drei Prozent verloren. Viele Investoren scheinen von den sprunghaften Aktionen in Bad Vilbel nur noch genervt zu sein.     

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