Pharmakonzern: Boehringer Ingelheim erleidet deutlichen Umsatzrückgang

Pharmakonzern: Boehringer Ingelheim erleidet deutlichen Umsatzrückgang

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Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim.

2014 war kein gutes Jahr für Boehringer Ingelheim. Der Pharmakonzern musste einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Doch 2015 will das Unternehmen zurück auf Wachstumskurs.

Nach einem deutlichen Umsatzrückgang im vergangenen Jahr will der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim das Ruder wieder herumreißen. "Wir planen trotz des schwierigen Marktumfeldes im Jahr 2015 eine moderate Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr", sagte Konzernchef Andreas Barner am Mittwoch zur Bilanzvorlage in Ingelheim bei Mainz. "Nach einem für uns herausfordernden Jahr 2014 konzentrieren wir uns jetzt auf die Markteinführung weiterer zahlreicher neuer Produkte und auf profitables Wachstum."

Im vergangenen Jahr fiel der Umsatz von Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern nach Bayer um gut fünf Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar. Auch währungsbereinigt lag der Umsatz wie erwartet noch rund drei Prozent unter Vorjahr. Barner hatte im Sommer die Prognose gesenkt und währungsbereinigt einen prozentual niedrigen einstelligen Umsatzrückgang in Aussicht gestellt.

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Die größten Probleme bei Boehringer

  • 15 Monate lang

    untersucht die US-Behörde FDA bereits die Produktion im Stammwerk Ingelheim, weil ein Wirkstoff Fremdpartikel aufwies.

  • 2300 Schadensersatzklagen

    gegen Boehringer sind in den USA wegen des Anti-Schlaganfall-Mittels Pradaxa eingegangen

  • 600 Millionen Euro

    hat Boehringer in seine heruntergekommene US-Fabrik in Bedford/Ohio investiert. Nun wird das Werk mit 1100 Jobs geschlossen

Der Betriebsgewinn stagnierte im vergangenen Jahr bei 2,1 Milliarden Euro. Niedrigere Arzneipreise in Boehringers wichtigstem und größten Markt USA machten dem Unternehmen zu schaffen. Der Pharmakonzern trat auf die Kostenbremse und setzte auch beim Personal den Rotstift an.

Weltweit beschäftigte Boehringer Ingelheim 2014 mehr als 47.700 Mitarbeiter. Im laufenden Jahr erwartet Barner angesichts zahlreicher Veränderungen in den Gesundheitssystemen keine wesentlichen Wachstumsimpulse für die Pharmabranche. "Boehringer Ingelheim befindet sich aber aus unserer Sicht in einer guten Position für künftiges Wachstum."

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